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Forschung: Ein aktives Sexleben stimuliert unser Gehirn, sagt diese neue Studie

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Gute Nachrichten für alle, die gern Sex haben und dabei ein wenig schlauer werden wollen.

SexRed.(Wienerin)

Unzählige Studien wollten uns bereits beweisen, was uns alles klüger macht: Menschen, die es hassen, ins Fitnesscenter zu gehen, sind intelligenter, Frauen, die intelligent sind, trinken mehr, selbst Menschen mit Katzen sind klüger

Doch kürzlich ist eine Studie aus dem Bereich Gehirnforschung erschienen, die uns besonders gefällt: wer ein gesundes Sexleben hat, ist angeblich klüger. Vor allem bei älteren Menschen sorgt eine rege sexuelle Aktivität dafür, dass das Gehirn jung bleibt. 

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"Sexuelle Beziehungen im späteren Leben sind nicht nur wichtig für den Sex an sich, sondern sie haben auch Auswirkungen auf andere Faktoren - in diesem Fall die kognitiven Fähigkeiten", sagte die Studienautorin Dr. Hayley Wright von der Coventry University gegenüber der Zeitung "The Independent"

ForscherInnen der Oxford und der Coventry University haben sich 73 TeilnehmerInnen zwischen 50 und 83 Jahren genau angesehen - 28 Männer und 45 Frauen. 37 davon gaben an, wöchentlich Sex zu haben, 26 monatlich und 10 nie. 

Vor allem die sprachliche Kompetenz profitiert von einem gesunden Sexleben

Danach wurden die Gehirnfunktionen der Befragten untersucht, und die ForscherInnen kamen zum Ergebnis, dass die sexuell Aktivsten um zwei Prozentpunkte bessere Ergebnisse bei manchen Aufgaben erreichten als jene, die monatlich Sex hatten. Insgesamt vier Punkte mehr hatten die Aktivsten gegenüber jenen, die angaben, gar keinen Sex zu haben. Unter "sexuelle Aktivität" fallen hier auch Masturbation und Petting.  

Die Studie, die im Fachmagazin The Journals of Gerontology, Series B: Psychological and Social Sciences veröffentlicht wurde, schlussfolgerte auch, dass regelmäßiger Sex den größten Effekt auf die Sprachkompetenz hat (zum Beispiel die Aufgabe, so viele Tiere wie möglich mit dem Anfangsbuchstaben F in einer Minute zu nennen).

Die sexuell aktivsten Personen erreichten auch in den visuellen Tests bessere Ergebnisse - wenn auch der Vorsprung nicht so stark ist wie bei der Sprachkompetenz. Keine Unterschiede gab es jedoch bei der Gedächtnisleistung und der Aufmerksamkeitsfähigkeit. 

 

Die StudienautorInnen sind sich jedoch nicht sicher, warum sexuelle Aktivität zu einer besseren Gehirnleistung in gewissen Bereichen führt. Sie vermuten jedoch, dass Sex zu einer Absonderung von Neuro-Hormonen wie Dopamin oder Oxytocin führt, die Signale an das Gehirn senden. Weitere Studien müssen jedoch durchgeführt werden.

"Trotz allem haben diese Ergebnisse wichtige Auswirkungen für die Aufrechterhaltung intimer Beziehungen im späteren Leben", stellen die AutorInnen abschließend fest. 

 

 

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