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Studie: Psychische Probleme während der Schwangerschaft sind häufiger als bisher bekannt

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Eine neue Studie aus Großbritannien beleuchtet ein Thema, über das zu wenig gesprochen wird: psychische Krankheiten unter Schwangeren.

Psychered.(Wienerin)

Über werdende Mütter wird oft gesagt, sie würden "strahlen" - wegen ihrer Schwangerschaft. Doch genau das Gegenteil kann oft der Fall sein, wie eine Studie aus Großbritannien nun herausgefunden hat. Demnach leiden ein Viertel aller Schwangeren unter psychischen Problemen während der Schwangerschaftsmonate. 

ForscherInnen des King’s College London haben 545 schwangere Frauen bei ihren ärztlichen Untersuchungen begleitet. Während der Untersuchungen wurden den Frauen Fragen über ihre Stimmung gestellt - mithilfe einer speziellen Methode, die sehr effektiv ist, um psychische Probleme zu identifizieren. 

 

Eine von vier Schwangeren leidet unter psychischen Problemen

 

Die Ergebnisse sind überraschend und zeigen, dass psychiatrische Untersuchungen bei Schwangeren dringend notwendig sind. Demnach leidet eine von vier Schwangeren unter psychischen Problemen während der Schwangerschaft. Elf Prozent haben Depressionen, 15 Prozent Formen von Angststörungen, zwei Prozent Essstörungen, und zwei Prozent Zwangsstörungen. Viele Frauen leiden unter mehreren dieser Krankheiten zur gleichen Zeit. 

 

Louise Howard, die Studienleiterin, will damit ein Thema beleuchten, dem bisher zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Denn wenn psychische Probleme erst einmal identifiziert werden, können sie auch behandelt werden, weiß die Expertin. Bisher sei immer nur von "Stimmungsschwankungen" während einer Schwangerschaft die Rede gewesen, doch echte Krankheiten hat kaum jemand ins Visier genommen, so die Forscherin im "Medical Xpress".

 

Psychische Probleme zu adressieren sei wichtig, weil psychische Probleme während der Schwangerschaft laut Studie mit nachteiligen Folgen für die Frauen, die Schwangerschaft und das Baby assoziiert werden. 

 

Geht es nach Howard sollten Frauen bei jeder Untersuchung auch Fragen über ihre psychische Gesundheit gestellt bekommen - von nicht-verurteilendem und unterstützendem Gesundheitspersonal. Das sollte auch nach der Schwangerschaft der Fall sein. Das zu implementieren sei nicht schwierig - schließlich gehen die Frauen ohnehin oft zu ärztlichen Untersuchungen. 

 

 

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