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Studie: Hat die Wissenschaft jetzt herausgefunden, warum wir uns verlieben?

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Aaah, die Liebe! Stoff für unendlich viele Werke der Kunst, Ursache für Freude und Schmerz und immer wieder beliebtes Thema für allerlei Forschungen. Eine neue Studie hat jetzt vielleicht herausgefunden, warum wir uns überhaupt verlieben.

Warum verlieben wir uns eigentlich?

Psychered.(Wienerin)

Wir alle sind besessen von der Liebe. Wir suchen sie, wir besingen sie und wir erforschen sie. Entweder in verrauchten Bars (bis zum Rauchverbot) nach dem achten Gin Tonic gemeinsam mit der besten Freundin, oder als seriöse/r WissenschafterIn: Die Faszination ist (wahrscheinlich) die gleiche. Und in einer neuen Studie dürften besonders Ambitionierte jetzt herausgefunden haben, was das ganze überhaupt soll.

 

Wie das Wissenschaftsjournal Frontiers in Psychology berichtet, konnte ein internationales Team an WissenschafterInnen zum ersten Mal Beweise erbringen, die einen Zusammenhang zwischen Liebe und erfolgreicher Fortpflanzung belegen. Menschen könnten sich also tatsächlich zu liebenden Wesen entwickelt haben. Frühere Studien versuchten, einen genetischen oder neurologischen Grund für die Liebe zu finden - es könnte sich stattdessen um Evolution handeln.

Menschen haben sich zu liebenden Wesen entwickelt

Die ForscherInnen beschäftigten sich mit den Hadza, einer Volksgruppe traditioneller Jäger und Sammler, die im nordlichen Tansania leben. Sie suchten nach Zusammenhängen zwischen der Liebe zwischen zwei Menschen und der Anzahl ihrer Kinder. Als Definition für Liebe galt Sternbergs Dreieckstheorie der Liebe, die drei Schlüsselfaktoren nennt: Intimität, Leidenschaft und Bindung.

Die Ergebnisse: Je tiefer die Bindung der ProbandInnen zur/zum PartnerIn war, desto mehr Kinder entsprangen der Verbindung. Dies gilt gleichermaßen für Frauen und Männer. Bei den Frauen hat das Ausmaß der Leidenschaft ebenfalls einen Einfluss auf die Kinderanzahl -  und damit auf den evolutionären Erfolg einer Beziehung.

 

Liebeserklärung: "Tee kochen, wenn der andere krank ist"

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Wir haben uns verliebt, damit wir mehr Kinder bekommen 

Die Forschung beschränkt sich auf die Hazda, weil sie einerseits näher an der Lebensrealität unser Vorfahren sind und andererseits moderne Verhütungsmethoden den Zusammenhang zwischen Liebe und Anzahl der Kinder nicht verfälschen können. Natürlich lassen sich die Ergebnisse nicht so einfach auf unsere heutige Gesellschaft umlegen  - wir sind immerhin keine Jäger und Sammler mehr und organisieren unsere Beziehungen nach anderen Maßstäben. Aber das Konzept der Liebe scheint zumindest ein sehr altes zu sein.

"Unser Studien könnten die Bedeutung der Liebe in der menschlichen Evolutionsgeschichte in ein neues Licht rücken", schreiben die AutorInnen. Sie nennen Bindung und Leidenschaft als Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Fortpflanzung und dass die natürliche Auslese Liebe in der menschlichen Entwicklung bevorzugt hätte. 

 

Liebe im neuen Jahrtausend schaut z.B. so aus:

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