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Neue Studie: Forscher finden heraus, wie narzisstische Männer wirklich ticken

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Unzufrieden statt selbstverliebt: PsychologInnen der Uni Graz erforschen Ursachen für Narzissmus.

Das negative Selbstbild findet sich nur bei Männern

PsycheRed.(Wienerin)

In der griechischen Mythologie verliebte sich Narziss in sein eigenes Spiegelbild. Menschen, die offenbar übermäßig von sich selbst eingenommen sind, werden in der Psychologie angelehnt an diese Figur als NarzisstInnen bezeichnet.

Sie nehmen häufig wenig Rücksicht auf andere und können sich schwer in soziale Strukturen einfügen. Den Ursachen für dieses Persönlichkeitsmerkmal sind WissenschafterInnen der Uni Graz in einer Studie auf den Grund gegangen. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature Scientific Reports veröffentlicht.

 

"Der Auslöser der Selbstverliebtheit wird oft in übertriebenem oder ungerechtfertigtem Lob gesehen", erklärt Studienleiter und Erstautor der Publikation Dr. Emanuel Jauk. "Eine andere Theorie hingegen nimmt an, dass narzisstische Personen nur eine Fassade aufziehen, um ihre tiefliegende Verletzbarkeit zu verdecken." Die Untersuchung hat diese Annahme – zumindest bei Männern – nun bestätigt.

 

Narzissten haben ein negatives Selbstbild?

 

Die PsychologInnen der Uni Graz beobachteten die Gehirnaktivierung von besonders narzisstischen Personen, während diese Fotos von sich anschauten. "Haben sie ein überhöht positives Selbstbild, sollte das Betrachten jene Gehirnareale aktivieren, die für starkes Verlangen oder Genussreaktionen verantwortlich sind. Trifft der gegenteilige Fall zu, sollten Regionen aktiviert werden, die auf negativen Affekt oder emotionale Konflikte schließen lassen", beschreibt Jauk die Ausgangslage.

 

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Tatsächlich unterstützte die Untersuchung die Theorie des negativen Selbstbildes, auch wenn die Betroffenen das nicht auf bewusster Ebene bestätigen würden. Allerdings gelten diese Ergebnisse nur für Männer: "Bei Frauen konnten wir keine mit Narzissmus assoziierten Merkmale in der Gehirnaktivierung beobachten", berichtet der Psychologe. Das bestätigt frühere Forschungsergebnisse, die darauf hindeuten, dass das Phänomen nicht für beide Geschlechter dasselbe ist. Schwierigkeiten mit der Steuerung von Emotionen beispielsweise zeigen sich eher an Männern.

 

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