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Aphrodisiakum: Je mehr Alkohol Männer trinken, desto eher sind sie an anderen Männern interessiert

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Männer brechen im alkoholisierten Zustand immer mehr gesellschaftliche Tabus, zeigt eine neue Studie.

PsycheRed.(Wienerin)

Alkohol lässt bekanntlich Hemmungen fallen und uns manchmal auch Dinge tun, die wir im nüchternen Zustand nicht gemacht hätten.

 

Eine neue Studie, die im Journal of Social Psychology erschienen ist, beschäftigte sich mit dem Einfluss von Alkohol auf unsere sexuellen Präferenzen. Die Untersuchung bestätigte, was viele schon vermutetet haben: Alkohol steigert tatsächlich die sexuelle Anziehung zum eigenen Geschlecht.

 

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Allerdings, so erklären die AutorInnen der Studie, müsse man zwischen den Effekten von Alkohol auf Männer und Frauen unterscheiden.

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Sexuelle Anziehung steigt mit Alkoholkonsum

Denn während das Ergebnis bei den weiblichen Probandinnen unklar ausfiel (Frauen fühlten sich bei gesteigertem Konsum sowohl zu Männern als auch zu Frauen stärker hingezogen), konnte die Studie bei den Männern eine eindeutigere Tendenz feststellen. 

Männer waren zwar während der Untersuchung sowohl nüchtern als auch betrunken gleichermaßen an Frauen interessiert. Im Hinblick auf das gleiche Geschlecht, konnten die ForscherInnen jedoch eine eindeutige Steigerung der sexuellen Anziehung bei den Männern feststellen: Je mehr Alkohol die Männer tranken, desto mehr interessierten sie sich auch für das eigene Geschlecht. Und bei einem Konsum von 10 "Standard-Drinks" (Cocktail oder Bier) war die Anziehung zu Männern und Frauen sogar gleich stark, heißt es in der Studie. 

 

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Der Grund für die unterschiedlichen Ergebnisse zwischen Männern und Frauen dürfte in der gesellschaftlichen Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Anziehungen liegen. Während ein Verhältnis zwischen zwei Frauen oft als Männer-Phantasie hochstilisiert wird, müssen (Hetero-)Männer oft mit Vorurteilen kämpfen, wenn sie gleichgeschlechtliche Gefühle für andere Männer empfinden.

Die Studie zeigt allerdings eine Tendenz dazu, dass die Vorurteile gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe immer mehr abgebaut werden - und das ist auf jeden Fall die gute Nachricht!

Über die Studie

Insgesamt wurden 51 Männer und 32 Frauen für die Feld-Studie befragt. Die Befragung fand spätabends in ausgewählten Bars und Pubs statt und erforderte die Angabe von Geschlecht, Bildungsstand und sexueller Orientierung der TeilnehmerInnen. Außerdem mussten die ProbandInnen angeben, wie viele alkoholische Drinks sie getrunken hatten - anschließend wurden ihnen Bilder von Frauen und Männern gezeigt, die sie nach Attraktivität bewerten sollten.

 

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