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Selbstvertrauen: 10 Tipps, wie ihr auch beim Scheitern spielerisch gut drauf bleibt

von

Mit der Hilfe von Humor kann man auch schwierige Situationen meistern und sogar Selbstvertrauen gewinnen.

mit scheitern umgehen

PsycheMichael Stuhlmiller(Wienerin)

Mit dem Humor ist es wie mit den Lieblingsbrötchen beim Bäcker. Immer dann, wenn man sie sich am meisten wünscht, sind sie gerade aus. Klar, solange es keine Problem gibt, können wir alle locker bleiben. Aber was tun Sie, wenn der Termindruck mal wieder überhandnimmt, der Chef oder die Kollegen nerven und die ganz alltäglichen Probleme einem mal wieder über den Kopf wachsen?
Genau dann ist Humor gefragt. Statt verkrampft nach Lösungen zu suchen und den Druck zu verstärken, hilft er, die Dinge nicht so ernst nehmen. Michael Stuhlmiller weiß, wie man mit spielerischer Leichtigkeit Probleme löst, denn er hat das Scheitern zu seiner Profession gemacht: Als einer der international renommiertesten Ausbilder für Clowns und Komiker und als Gründer einer staatlich anerkannten Berufsfachschule für Clowns ist er überzeugt: „Humor kann jeder. Es braucht nur etwas Übung.“ Dazu gehört eine bewusste Körper- und Emotionserfahrung, die spontanes Reagieren erst möglich macht. Denn Humor ist keine Geisteshaltung, wie oft behauptet wird. Der Geist ist vielmehr das erste, was aussetzt, wenn Druck, Probleme und Konflikte eskalieren. Wenn „allen der Hut hochgeht“, oder „alle aus dem Häuschen geraten“, brauchen wir ein stabiles Selbstbewusstsein, um die Dinge humorvoll mit einem Augenzwinkern anzugehen. In seinem Buch „Die Kunst des spielerischen Scheiterns - Wahres Selbstvertrauen gewinnen mit der Clownmethode“ gibt er nützliche Tipps, wie Sie mit einfachen Atem- und Körperübungen äußeren Druck, Stress und Konflikte auffangen und humorvoll umleiten.

 

1. Die Magie des Staunens

Alles schon gesehen, alles schon gehört, alles schon erlebt – mit dieser Einstellung wird das Leben langweilig und gleicht einer ständigen Wiederholung. Betrachten Sie hin und wieder die Welt durch die Augen eines Clowns und mit der Naivität eines Kindes. Lernen Sie das Staunen. Mit dem Staunen wächst die Wertschätzung des Augenblickes. Staunen macht Freude und Lust auf Neues. Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass Sie durch Ihren Wohnort gehen und auf einmal das Gefühl haben, Sie sehen ihn zum ersten Mal? Plötzlich haben Sie einen anderen Blickwinkel, kommen sich fast vor wie ein Tourist und entdecken Details, die Sie bisher übersehen haben. Wer das erlebt, spürt so ein gewisses Kribbeln in der Magengegend, als wolle eine Stimme sagen: „Es ist wirklich schön, hier zu leben.“ Diese Stimme drückt den Zustand des Staunens aus.

 


2. Mal was anders tun – Der „Anders-Tag“


Unser Leben schenkt uns unendlich viele Impulse zum „Spielen“. Wenn Sie wollen, dass sich in Ihrem Leben etwas ändert, genügen schon einige kleine Schritte abseits des Alltagstrotts. Probieren Sie es aus: Fangen Sie damit an, wie Sie morgens aus dem Bett steigen. Wenn Sie normalerweise immer links aussteigen, steigen Sie morgen rechts aus. Wenn dort eine Wand ist – prima, schon haben Sie einen Impuls. Liegt da jemand: ein Impuls. Sind Ihre Hausschuhe auf der anderen Seite? Ein Impuls. Machen Sie etwas daraus. Die Devise lautet: Variieren und Umdeuten. Im Handumdrehen klettern Sie eine Wand hoch. Wer erlebt das schon am frühen Morgen? Als Nächstes können Sie alles andersherum machen. Die Zahnbürste kommt in die andere Hand. Zur Arbeit nehmen Sie nicht das Auto, sondern den Bus. Überall warten neue Impulse! Rufen Sie Ihren persönlichen Anders-Tag aus. Wenn Sie ganz mutig sind, machen Sie Dinge, die Sie sonst nie machen würden.

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