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Langzeitstillen: Diese Mutter stillt ihren 4-jährigen Sohn und hat eine wichtige Botschaft

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Eine lange Stillzeit wird nach wie vor tabuisiert. Eine Mutter will das Thema jetzt an die Öffentlichkeit bringen.

FamilieRed.(Wienerin)

Die Mutter Ana Garcia traut sich was - zumindest in den Augen mancher Menschen in unserer Gesellschaft. Sie geht nämlich mit einem Foto an die Öffentlichkeit, das sie beim Stillen ihres 4-jährigen Sohnes Matteo zeigt. Warum? Weil das Stillen ihres Sohnes bei vielen für komische Reaktionen und sogar Ekel sorgt. Sie will das Langzeitstillen aus der Tabu-Ecke holen. Schließlich sei das etwas ganz Normales, das viele Mütter machen, so die Spanierin.

 

 

Wie das Online-Magazin "Self" berichtet, sei die lange Stillzeit gar nicht geplant gewesen. Es sei einfach so passiert. "Vielleicht werde ich ihn sogar stillen, bis er 5 Jahre alt ist." Sie erzählt, dass ihr Sohn sie normalerweise in der Früh und vor dem Schlafengehen ums Stillen bittet. Nur noch eine Brust der Mutter produziert Milch - und wenn sie mit dem Stillen aufhören müssten, wäre das auch kein großes Ding für sie, meint sie. Trotzdem will sie es machen, solange es ihr Körper zulässt und Matteo danach verlangt.

 

Sometimes breastfeeding looks like this. Happy World Breastfeeding Week!!

Ein von Mama Garcia (@mamagarciavlog) gepostetes Foto am

Tabuthema Langzeitstillen


Das Langzeitstillen ist bei Müttern ein heißdiskutiertes und umstrittenes Thema. Generell werden stillende Mütter in der Öffentlichkeit und von den Medien oft sexualisiert und tabuisiert. Noch problematischer wird es, wenn die Kinder schon älter sind. Studien über die negativen Auswirkungen auf Psyche und Gesundheit gibt es nicht - im Gegenteil: dem langen Stillen - sowie dem Stillen generell - wurden  einige positive gesundheitliche Effekte nachgewiesen. Die American Academy of Pediatrics (AAP), der weltweit größte Verband von Kinderärzten, sagt, es gäbe "keine Hinweise auf schädliche Effekte auf die Psyche oder die Entwicklung des Kindes, wenn ins dritte Lebensjahr hinein oder länger gestillt wird". 

Keine negativen Auswirkungen auf das Kind


Auch die Nationale Stillkommission Deutschlands betont, dass „Beikosteinführung nicht mit Abstillen gleichzusetzen ist. Der endgültige Zeitpunkt des Abstillens ist eine individuelle Entscheidung, die gemeinsam von Mutter und Kind getroffen wird.“ Grunsätzlich gilt aber: Mütter sollten auf ein langsames Abstillen achten. Oder um es in den Worten von Mama Garcia zu sagen: "Stillen hat kein Ablaufdatum."

 

 

 

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