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Umfrage: Österreich ist familienfreundlicher geworden

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Die meisten ÖsterreicherInnen sind mit der Familienfreundlichkeit des Landes zufrieden. Aufholbedarf gibt es bei der Väterbeteiligung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

FamilieRed.(Wienerin)

 

Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) präsentierte heute den neuen "Familienfreundlichkeits-Monitor 2015", der Österreich ein gutes Zeugnis in Sachen Familienfreundlichkeit ausstellt. Im Jahr 2012 schätzten nur 31 Prozent das Land als familienfreundlich ein - aktuell sind es bereits 63 Prozent.

 

"Wenn sechs von zehn Personen Österreich als (sehr) familienfreundlich beurteilen, ist das eine äußerst erfreuliche Entwicklung, insbesondere wenn wir hier eine Verdoppelung der Familienfreundlichkeit in den letzten 3 Jahren verzeichnen können", sagte Karmasin anlässlich der Präsentation. Untersucht wurden etwa die Indikatoren Familienfreundlichkeit, Fertilitätsrate, Kinderbetreuung und Familienunternehmen.

 

Väter beteiligen sich mehr

 

Die Väterbeteiligung in allen Kinderbetreuungsgeldvarianten liegt derzeit bei 18 Prozent und ist damit gestiegen. Bis 2018 soll sie ein Viertel betragen - das ist zumindest der Plan der Familienministerin. "Im Zuge der Reform des Kinderbetreuungsgeldkontos werde ich in diesem Bereich mit dem Partnerschaftsbonus in Höhe von 1.000 Euro einen zusätzlichen Anreiz schaffen, um Väter und Mütter bei der partnerschaftlichen Aufteilung der Kinderbetreuung noch besser zu unterstützen", erklärte Karmasin.

 

Die Zahl der Familien mit Kindern im Haushalt ist leicht gestiegen (2013: 1.386.000; 2014: 1.388.500). Auch die Fertilitätsrate verzeichnet mit 1,46 Kindern pro Frau einen leichten Zuwachs (2013: 1,44 Kinder). Die Ministerin will, dass die Fertilitätsrate dem Kinderwunsch von zwei entspricht.

 

Vereinbarkeit von Beruf und Familie - 23 Prozent unzufrieden

 

Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf fällt die Bewertung im Vergleich zum Vorjahr positiver aus. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird von rund einem Viertel sehr gut oder gut eingeschätzt. Knapp über 40 Prozent sehen die Situation jedoch nur als befriedigend an, 23 Prozent sind nicht zufrieden.

 

Die Betreuungsquote ist sowohl bei den Unter-Dreijährigen von 25,1 Prozent im Jahr 2013 auf 25,9 Prozent 2014 als auch den Drei- bis Sechsjährigen von 92,8 auf 94 Prozent gestiegen. "Der Ausbau der Kinderbetreuung trägt bereits Früchte. 2014 konnten 3.619 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Mein Ziel ist es 12.000 neue Betreuungsplätze bis 2018 zu schaffen und das Barcelona-Ziel von 33% Betreuungsquote bei den Unter-3-Jährigen zu erreichen", so die Familienministerin.

 

Aufholbedarf gebe es bei der Anzahl der Frauen in Führungspositionen, auch der Nationalrat und der Bundesrat schneiden hier nur mittelmäßig ab. Der Frauenanteil im Nationalrat sank zuletzt auf 30,6 Prozent.

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