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Studie: Wenn Frauen den Namen ihres Partners nicht annehmen, hat das Folgen - für den Mann

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Eine Studie hat untersucht, welche Folgen es hat, wenn Eheleute die Namen ihrer PartnerInnen (nicht) annehmen.

Beziehungred.(Wienerin)

Den Nachnamen des Ehepartners anzunehmen, ist mehr als eine Tradition - sie bringt auch ganz bestimmte Wahrnehmungsmuster über Geschlechterrollen ans Tageslicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Nevada in den USA, die im Fachjournal Sex Roles veröffentlicht wurde.

Studienleiterin Rachael Robnett wollte untersuchen, wie sich die Wahrnehmung der männlichen Persönlichkeit verändert, je nachdem ob eine Frau bei einer Hochzeit seinen Namen annimmt oder nicht. Das Ergebnis: Wenn eine Frau sich nicht für den Nachnamen ihres Mannes entscheidet, dann hat das Auswirkungen darauf, wie der Mann wahrgenommen wird - er gilt dann als "unmännlicher". Außerdem wird ihm weniger Macht in der Beziehung zugesprochen. 

 

Männer wirken "entmachtet", wenn Frauen ihren Namen nicht annehmen

 

Die Tradition, dass Frauen die Namen ihrer Männer annehmen, ist eine der weitverbreitetsten Gender-Normen in westlichen Kulturen - trotz feministischer Bewegungen bleibt diese Tradition weiterhin stark. Frühere Studien haben gezeigt, dass Frauen, die den Namen ihres Mannes nicht annehmen, anders wahrgenommen werden als Männer. Sie werden als mächtiger, selbstzentrierter, ambitionierter und bestimmender beschrieben. 

 

Doch die aktuelle Studie hat sich angesehen, welchen Einfluss das auf das Männlichkeitsbild hat: Männer, deren Frauen ihren eigenen Namen behalten, werden konträr zu gängigen Männlichkeitsnormen beschrieben. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass Menschen von der Wahl des Nachnamens Schlüsse auf andere Dingen ziehen, wie eben Persönlichkeitsmerkmalen", so die Studienautorin.

 

Dennoch ist die Wahrnehmung nicht einstimmig: Menschen, die stark an traditionellen Geschlechterrollen festhalten, reagieren besonders negativ auf Frauen, die ihren Nachnamen behalten - sie finden, dass die Männer dadurch "entmachtet" werden. "Diese Studienergebnisse zeigen eine Verbindung von heterosexuellen Liebesbeziehungen und Machtstrukturen auf, die vor allem Männer bevorzugen", sagt Robnett. Diese Traditionen werden oft nicht hinterfragt und reproduzieren männliche Privilegien

 

 

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