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Trennung: So zu tun, als ob es einem gut geht, hilft am schnellsten nach einer Trennung

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Die Studie hat 40 Menschen untersucht, die in den letzten sechs Monaten alle durch eine ungewollte Trennung gegangen sind.

BeziehungRed. (Wienerin)

"Mach ein glückliches Gesicht!" - was oft wie ein unerwünschter Ratschlag klingt, seine Gefühle runterzuschlucken, kann tatsächlich sogar eine gute Lösung für eine unglückliche Trennung sein. Das lassen zumindest neueste Forschungsergebnisse vermuten.

 

Placebo für die Gefühle

So ähnliche wie Placebo-Medikamente funktionieren, kann auch ein Lächeln helfen, wenn es einem eigentlich gar nicht gut geht (bekanntlich ist es ja sehr schwer über den Ex hinwegzukommen). Die Folgen davon, nach einer Trennung so zu tun, als würde es einem gut gehen, haben sich Forscher von der University of Colorado angesehen.

 

Vergleich physischer vs. emotionaler Schmerz

Die Studie, die im Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde, hat 40 Freiwillige untersucht, mit denen in den letzten sechs Monaten Schluss gemacht wurde. Die Teilnehmer haben ein Foto von ihrem Ex-Partner und ein Foto von einem guten Freund desselben Geschlechts in ein Gehirnlabor mitgebracht. Mit einer funktionellen Magnet-Resonanz-Vorstellungs-Maschine wurde den Teilnehmern das Foto ihres Ex-Partners gezeigt und sie wurden gebeten, die Trennung nachzuerzählen. Dann wurde ihnen ein Foto ihres Freundes gezeigt und sie wurden mit einem heißen Reizschmerz ausgesetzt.

Der Vergleich der beiden Schmerzfaktoren hat gezeigt: Physischer und emotionaler Schmerz ist ähnlich, aber nicht gleich, doch emotionaler Schmerz ist "neurochemisch real".

 

Placebo half bei beiden Arten von Schmerz

Danach wurden den Teilnehmern ein Nasenspray gegeben. Einer der beiden Gruppen wurde gesagt, es handle sich um ein starkes Schmerzmittel, dass emotionalen Schmerz lindern kann. Der anderen Gruppe wurde gesagt, dass es sich nur um Nasenspray handelt. Als die Gruppe danach wieder zur Maschine zurückgebracht wurde, berichtete die Placebo-Gruppe weniger Schmerzen sowohl beim physischen Schmerzstimulus als auch beim emotionalen Schmerz.

 

"Trennungen können sehr traumatisch sein"

Die Studienatuorin Leonie Koban sagt dazu: "Eine Trennung kann eine der emotional schlimmsten und traumatisierendsten Erfahrungen für einen Menschen sein, und drastische psychologische Probleme hervorrufen. In unserer Studie haben wir herausgefunden, dass ein Placebo starke Auwirkungen auf sozialen Schmerz haben kann."

 

 

 Moderatorin Claudia Unterweger im Wordrap

 

 

 

 

 

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