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Umfrage: Junge Frauen schämen sich dafür, mehr als ihr Partner zu verdienen

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Das Millenial-Portal Refinery29 hat junge Frauen gefragt, wie sie zu Geld in der Beziehung stehen.

BeziehungRed. (Wienerin)

Traditionelle Geschlechterrollen weichen langsam auf und es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Männer die primäre Ernährerrolle in einer Familie übernehmen. In manchen Fällen verdienen Frauen sogar mehr als ihre Partner, was aufgrund des immer noch eklatanten Einkommensunterschieds allerdings nicht besonders oft vorkommt.

Aber wie geht es Frauen, die ihre Partner finanziell unterstützen tatsächlich? Das Online-Portal Refinery29 hat 130 Frauen in einer Online-Umfrage befragt, und offenbar kommen den Betroffenen hauptsächlich zwei Wörter in den Kopf: müde und ausgelaugt.

Frauen fühlen sich durch finanzielle Verantwortung gestresst

"Es ist stressig. Es ist eine riesige Verantwortung. Ich mache mir viel Druck den Job zu behalten, obwohl er mich unglücklich macht", sagte eine der Teilnehmerinnen. Für viele ist es auch ein Problem, dass sie trotz der höheren finanziellen Verantwortung den Löwenanteil der Hausarbeit erledigen müssen.

 

Grundsätzlich scheinen sich junge Frauen durchaus mit dem Gedanken, mehr als ihr Partner zu verdienen, anfreunden zu können, solange gewisse Bedingungen erfüllt sind. Sie wollen die Option haben, irgendwann auch wieder weniger verdienen zu können, ihr Partner muss gleichberechtigt im Haushalt anpacken und sie wollen nicht in Jobs gefangen sein, die sie nicht mehr machen wollten.

"Schäme mich, mehr zu verdienen"

Obwohl weniger als 15 Prozent der Teilnehmerinnen angaben, so erzogen worden zu sein, dass eine Frau, die mehr verdient, weniger weiblich oder attraktiv wäre, kämpften doch viele mit diesem Gedanken. "Ich habe mich anfangs geschämt, weil ich dachte, es heißt, dass ich nicht attraktiv genug wäre. Es gibt viel internalisierte Frauenfeindlichkeit darüber, wie sexy oder attraktiv eine Frau sein soll, um mit einem 'erfolgreichen' Mann zusammen zu sein", erzählte eine der Studienteilnehmerinnen. Eine Studie aus dem Jahr 2015 untersuchte auch, dass Männer die weniger verdienen, eher zum Betrügen neigen, die Gründe dafür bleiben unerforscht.

Aufbrechende Geschlechterrollen sind gut - geteilte Verantwortung auch 

Andere aktuelle Studien kamen zu dem Schluss, dass Paare in wirtschaftlich unabhängigen Partnerschaften glücklicher und zufriedener wären, und auch mehr Geld hätten. Das bedeutet aber leider nicht immer, dass die unbezahlte und oft unsichtbare Arbeit, wie Erziehungsarbeit, Hausarbeit oder Pflegetätigkeiten, auch gleichberechtigt aufgeteilt werden.

Insgesamt kamen die Frauen zu dem Schluss, dass sie lieber mehr verdienen, als einen Partner zu haben, der unglücklich mit seinem Job ist. Sie wollen, dass ihre Partner sich glücklich und frei fühlen und nicht das Gefühl haben, aufgrund ihres Geschlechts mehr Verantwortung tragen zu müssen. Gleichzeitig ist es für alle, unabhängig vom Geschlecht, viel Druck, der alleinige Verdiener in der Beziehung zu sein. Und obwohl Männer diesen Druck oft auch von außen aufgetragen bekommen, haben Frauen ihn verinnerlicht.

 

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