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Konflikte: 11 Tipps, wie man in Beziehungen fair und konstruktiv streitet

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Ein Streit muss nicht gleich zum Kampf werden. Wie man aus dem ab und an nötigen Beziehungs-Gewitter Positives für die Liebe und vor allem sich selbst mitnimmt, zeigen 11 kleine, aber wirkungsvolle Tricks.

11 Tipps, wie man in Beziehungen fair und konstruktiv streitet

BeziehungRosa Rot(Wienerin)

1. Lerne deine Muster kennen
Du merkst es vielleicht nicht, aber mit diesem Punkt machst du schon einen ersten, wenn nicht sogar den wichtigsten Schritt in Richtung „fairer streiten“: Deine eigenen schlechten Angewohnheiten zu reflektieren.
Wir können nichts verändern, wenn wir nicht wissen, was eigentlich das Problem ist. Wird man in Streitgesprächen schnell gemein oder untergriffig? Oder reagiert mit kindischem Verhalten?

 

2. … und die Auslöser dafür
In welchen Situation rastet man aus? Welche Sätze des anderen bringen einen zur Weißglut? In welcher Stimmung ist man selbst, bevor es zu einem Streit kommt? Es geht darum, herauszufinden, welche Dynamiken in der Beziehung eine Diskussion auslösen.

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3. An guten Beispielen lernen
Man kann den ersten Punkt auch umdrehen und darüber nachdenken, was der Partner/die Partnerin in Gesprächen gut macht, was einem selbst daran gefällt. Was könnte man sich für sich selbst abschauen?

 

4. Sprich Dinge an, solange sie klein sind
Eine gute Strategie, um sich selbst davor zu bewahren, überhaupt einen Kampf zu beginnen: Dinge, die einen stören, schon zu thematisieren, bevor sie im Alltag immer größer werden. Je „kleiner“ Streitgespräche sind, desto leichter ist es, an seiner persönlichen Streitkultur zu arbeiten. Und nicht zuletzt lassen sie sich einfacher und zur Zufriedenheit aller auflösen.

 

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5. Vermeide die 4 apokalyptischen Reiter
Der Kommunikationsexperte John Gottman hat jahrelang untersucht, welche Mechanismen Beziehungen zerstören können und hat auf Basis seiner Erkenntnisse das Modell mit dem bedrohlichen Namen „Die vier Reiter der Apokalypse“ entwickelt. Wenn du etwas aus diesem Artikel mitnimmst, dann das: Behalte die vier Reiter in Argumentation im Kopf, damit bist du auf der sicheren Seite.

a. Kritik: Und zwar dann, wenn diese Kritik eher den Charakter des Partners trifft als seine Taten. Es ist okay, zu sagen „Es hat mich geärgert, dass du unseren Jahrestag vergessen hast“. Ganz und gar nicht okay wäre „Du bist so gedankenlos, du vergisst ständig irgendwas“.

b. Fehlende Wertschätzung: Das beinhaltet Gemeinheiten, Spot und Sarkasmus. Beispiele gefällig? „Du bist so ein Idiot“ oder „Ich kann nicht glauben, dass du das schon wieder vermasselt hast“.

c. Verteidigung: Wer versucht, seine Aktionen mit Entschuldigungen zu rechtfertigen, ist auf dem Holzweg. Stattdessen lieber einfach dem Partner zu hören und herausfinden, was ihn oder sie frustriert. Zum Beispiel: „Ich konnte die Wäsche nicht machen, weil du deine Sachen nicht in den Wäschekorb geschmissen hast.“

d. Die steinerne Mauer: Die bildet man, wenn man sich in sich zurückzieht, komplett zu macht, oder sich weigert, überhaupt ein Gespräch zu führen. Man zeigt seinem Partner die kalte Schulter. Das kann ohne Worte passieren oder aber auch mit Sätzen wie „Darüber will ich nicht reden.“

 

6. Stell dir vor, dein Partner wäre jemand anderer
Zum Beispiel deine beste Freundin, dein bester Freund. Oftmals sind zwei Menschen, die eine Beziehung miteinander führen, in Streits miteinander viel aggressiver als etwa in Argumentationen mit ihren Freunden. Wer also den Versuch wagt und sich vorstellt, mit einer Freundin zu streiten, wird dazu neigen, fairer und selbstloser zu sein.

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7. Das Wörtchen „ich“ wirkt Wunder
Ja, dieser Tipp mag mittlerweile bekannt werden, aber es schadet nie, ihn sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen (der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier). Denn „Ich“-Aussagen wirken in  einer Diskussion wahre Wunder. Es hilft einem selbst nämlich dabei, zu erkennen, dass man für seine Gefühle selbst verantwortlich ist, und bewahrt das Gegenüber davor, sich in die Defensive begeben zu müssen.

 

8. Sag niemals „nie“ – oder „immer"
Es ist zu bezweifeln, dass jemand etwas nie oder immer macht, also ist es auch unfair, damit zu argumentieren. Stattdessen immer auf konkrete oder aktuelle Themen beziehen, dann kann sich der andere gegebenenfalls auch konkret erklären.

 

9. Einfach ausprobieren
Es gibt nicht die eine Streit-Technik, die für alle Menschen funktioniert. Letztlich gilt es, verschiedene Methoden auszuprobieren und herauszufinden, was einem liegt, wobei man immer noch man selbst ist – es soll schließlich authentisch bleiben und nicht zur Therapiesitzung werden.
Und: Mit dem Partner reden und herausfinden, was einem selbst und dem anderen nicht passt, und aus diesen Erkenntnissen ein eigenes System zu schneidern, ist ein guter Weg.

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10. Konzentrier dich auf die Versöhnung
Manchmal sind Streits einfach nötig, manchmal unvermeidbar, und manchmal werden sie auch richtig hässlich. Es ist wichtig, sich die Zeit für eine ordentliche Versöhnung zu nehmen, um danach wieder aufeinander zu zugehen und sich als Paar zu fühlen und nicht als zwei Parteien mit unterschiedlicher Meinung. Und ja, Versöhnungssex ist ein durchaus probates Mittel.

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11. Erwarte keine Perfektion
Zum Abschluss eine kurze Erinnerung daran, dass es in einer Beziehung genauso wenig wie in einem Streit Perfektion gibt. Auch mit den besten Absichten wird es Zeiten geben, in denen man einfach unfair oder kindisch oder verständnislos agiert. Vergib dir selbst, bitte deinen Partner um Verzeihung, und mach’s beim nächsten Mal besser.

 

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