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Forschung: 4 faszinierende Dinge, die ihr noch nicht über die Liebe wusstet

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Die Liebe ist schon ein kompliziertes Ding. Wissenschaftliche Studien versuchen ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

BeziehungRed.(Wienerin)

 

Schmetterlinge im Bauch, rosarote Brille, blind vor Liebe: es gibt viele Metaphern, um das schönste Gefühl der Welt zu beschreiben - nämlich verliebt zu sein. Aber was sagt eigentlich die Wissenschaft zum Phänomen Liebe? Hier sind 4 Dinge, die ihr vielleicht noch nicht über eure Beziehungen wusstet:

1: Wir sehen unseren PartnerInnen irgendwann immer ähnlicher

Habt ihr euch schon einmal die Frage gestellt, warum sich manche Paare so verdammt ähnlich sehen? Dass das nicht bloß Einbildung ist, zeigen auch überraschende wissenschaftliche Erkenntnisse. In der 2005 erschienenen Studie "Mate choice and friendship in twins: Evidence for genetic similarity" kommen die ForscherInnen zu dem Ergebnis, dass wir dazu veranlagt sind, uns PartnerInnen auszusuchen, die unserem eigenen genetischen Material ähneln. Was aber noch faszinierender ist, ist die Tatsache, dass sich PartnerInnen mit der Zeit immer ähnlicher sehen. Das zeigt die Studie "Convergence in the physical appearance of spouses", bei der Studentinnen gebeten wurden, Fotos von lange verheirateten und frisch verheirateten Paaren nach ihrer Ähnlichkeit zu bewerten. Die TeilnehmerInnen mussten sich immer zwei Gesichter ansehen und bewerten, wie ähnlich sie sich sehen und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die beiden verheiratet sind. Manchmal waren es wirklich verheiratete Paare, andere Male waren es Fakes. Das Ergebnis: die Gesichter der "echten", lange verheirateten Paare wurden als ähnlicher bewertet als jene der frisch Verheirateten oder der zufällig zusammengesetzten Paare. 

 

2: Wir belügen uns ständig selbst über unsere Beziehungen

Menschen idealisieren ihre Beziehungen und ihre PartnerInnen. WissenschafterInnen nennen das "positive Illusion". Warum? Weil uns dieser unbändige Optimismus dabei hilft, glückliche Beziehungen zu führen. Menschen, die glauben, dass ihre PartnerInnen das sind, was sie sich immer schon gewünscht haben, sind zufriedener mit ihrer Beziehung - auch wenn (oder weil) sie sich meistens selbst belügen. Eine Studie aus dem Fachmagazin Psychological Science befragte 200 Paare über mehrere Jahre hinweg getrennt über das Verhalten des Partners/der Partnerin sowie ihr eigenes ab und was sie am anderen gut/schlecht finden und wie der/die ideale PartnerIn für sie sein sollte. Die Paare mussten auch angeben, wie zufrieden sie in der Beziehung sind. Und jene, die allzu positive Illusionen über ihre PartnerInnen hatten, sahen sich selbst als glücklicher an als jene, die nicht durch die rosarote Brille schauten. 

 

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3: Unsere Körper synchronisieren sich mit jenen unserer PartnerInnen

Verschiedene Studien haben herausgefunden, dass wir uns im Laufe der Jahre auch körperlich an unsere PartnerInnen annähern. Menschen, die tiefe emotionale Bindungen miteinander teilen, ähneln sich mit der Zeit auch in ihrer Mimik und Gestik. Auch die Herz- und Atemfrequenz gleichen sich an. So etwas passiert nicht bei Fremden, nur bei Menschen, die wir lieben.

 

4: Sich Fotos von geliebten Menschen anzusehen, reduziert körperlichen Schmerz

In einer Studie aus dem Jahr 2010 haben ForscherInnen Magnetresonanztomographien von StudentInnen in Liebesbeziehungen angefertigt, während diese sich Fotos ihrer Liebsten ansahen und dabei einem schmerzhaften körperlichen Stimulus ausgesetzt waren. Das Ergebnis: die Untersuchten gaben an, dass der körperliche Schmerz weniger heftig war, wenn sie sich Fotos ihrer PartnerInnen ansahen. Der Grund: das Ansehen dieser Bilder aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn.

 

 

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