< Zur Mobilversion wechseln >

Beziehung: Bist du (tatsächlich) verliebt oder (einfach nur) liebesbedürftig?

von

Liebst du deinen Partner um seiner selbst willen oder um eine Leere zu füllen? 5 Fragen, die du dir stellen solltest, um das herauszufinden.

Verliebtes Paar

BeziehungRed.(Wienerin)

Denn der Unterschied könnte größer nicht sein: Wer „braucht“, hat eine Leere in sich und seinem Leben zu füllen, wer liebt, tut das aus vollstem Herzen und mit aller Kraft und genießt die Präsenz des anderen.

5 Fragen, die du dir stellen solltest, um zu erkennen, ob du verliebt oder liebesbedürftig bist

1. Ist dir das Nehmen wichtiger als das Geben?

In der Liebe wird es immer ein gewisses Ungleichgewicht geben. Achtung heißt es dann, wenn wir uns nur mehr auf das Nehmen konzentrieren und den Wert der Beziehung davon abhängig machen. Vielleicht gibt es ein unterbewusstes  körperliches, emotionales, materialistisches oder mentales Bedürfnis, das ein Partner für uns befriedigen soll.

So kommt man raus: Etwas zu wollen bedeutet, dass es okay ist, wenn es nicht da ist. Etwas zu brauchen hingegen bedeutet, dass ohne es nichts mehr geht. Wir können unsere Perspektive ändern und stattdessen beobachten, was und wieviel wir geben – und nicht darauf, was wir bekommen. Der beste Weg also, aus dem Brauchen rauszukommen, ist es, die Balance zwischen dem Geben und Nehmen selbst herzustellen.

 

2. Gibst du dem anderen die Schuld für das eigene Unglück?

In einer „bedürftigen“ Beziehung sieht man die Schuld am eigenen Unglück oft beim Partner, weil es daran geknüpft ist, ob wir vom Partner bekommen was wir brauchen oder nicht.

Wahre Liebe kennt keine Schuld. Wir müssen verstehen, dass unsere Emotionen und Gedanken in ständiger Bewegung sind – und sie sind nicht automatisch die Schuld unseres Partners. Und selbst wenn das der Fall ist, ist es ratsam, das ruhig und bewusst anzusprechen, als in Rage verbal um sich zu schlagen.

 

3. Bist du abhängig davon, dass dein Partner immer bei dir ist?

Sich an jemanden zu gewöhnen ist die eine Sache, sich an jemanden zu klammern eine andere. Letzteres schlägt oft in die Unfähigkeit um, ohne den Partner sein zu können.  

Räumliche Trennung oder eine gewisse Distanz tut ohne Zweifel auch mal weh, aber sie sollte niemals die Beziehung vergiften. Besser ist es, zu lernen, wie man Zeit alleine ohne den Partner verbringen kann: Indem man sich auf sich selbst und seine Hobbies und Vorlieben konzentriert und den Spaß dabei kennenlernt. Denn alleine glücklich zu sein heißt nicht, den Partner weniger zu lieben – ganz im Gegenteil.

 

Liebeserklärung: "Tee kochen, wenn der andere krank ist"

Alle 9 Bilder anzeigen »

 

4. Fühlst du dich ohne den anderen leer oder unvollständig?

„Du vervollständigst mich“ – der Satz aus dem Film „Jerry Maguire“ hat sich in unser Herz gebrannt – dabei ist er eigentlich so gar nicht romantisch. Es ist ein schmaler Grat zwischen „ich vermisse dich“ und „ich fühle mich leer ohne dich“. Letzteres lässt sich durchaus mit der Abhängigkeit von einer Droge vergleichen – wer auf Entzug ist, kann nicht mehr funktionieren.

Wenn wir jemanden wirklich lieben, fühlen wir uns komplett, auch wenn der andere nicht bei uns ist. Schlussfolgerung: Wir sind nicht mit jemand zusammen, damit er uns vervollständigt. Im Idealfall treffen sich zwei Individuen, die feststellen, dass sie zwar alleine, jeder für sich, schon gut sind, gemeinsam aber noch besser.

 

5. Ist dir dein Glück wichtiger als das des anderen?

Wenn wir bedürftig sind, sind wir ständig hungrig nach Glück, das unseres Partners rückt in den Hintergrund – Beziehungs-Bahn frei für Egoismus und unerfüllte Wünsche.

Jemanden wirklich zu lieben heißt auch, zu wollen, dass er oder sie glücklich ist, und seinen möglichen Teil dazu beizutragen. Natürlich muss man auch an sein eigenes Glück und Wohlbefinden denken, aber wir sollten dabei niemals auf das des anderen vergessen. Glück braucht Gleichberechtigung.

Um wirklich zu lieben, musst du dich selbst lieben

Der beste Weg, sich davor zu schützen, aus einem Bedürfnis oder einer Leere heraus in eine Beziehung zu stolpern, ist immer noch, zuerst sich selbst zu lieben. Wenn wir selbst es sind, die unsere Leeren füllen, wird unsere Liebe für eine andere Person erfüllend und beständig sein. Wir werden jemanden nicht lieben, um eine Lücke zu schließen, sondern dafür, wer und wie der andere ist. Und das ist die Basis für eine glückliche Beziehung.

 

Wiens schönste Plätze zum Schmusen

Alle 7 Bilder anzeigen »

 

 

 

Kommentare

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen