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Ikea kommt in die Stadt: Worauf wir uns beim Wiener Stadt-Ikea freuen - oder auch nicht

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Ikea zieht im Westbahnhof ein. Doch was bedeutet das? Es führt zu einigen interessanten Punkten. Vom Kaufverhalten bis zum Gütertransport.

Ikea Opens New Store In Berlin

WohnenDK(Wienerin)

Es ist also fix: Ikea, jenes Unternehmen das uns Billy-Regale und PAX-Kästen schenkte und uns im Gegenzug jegliche Geduld beim Einkaufen und Zusammenbauen raubte, zieht in der Wiener Innenstadt ein. Am Westbahnhof, um genau zu sein. 

Wie der City-Store des Möbelriesen genau aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Auch ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest. Nichtsdestotrotz gibt es einige Punkte - nicht alle davon sind völlig ernst zu nehmen - über die wir uns schon jetzt Gedanken machen. Was dafür als Bezugsquelle dient? Die Ikea Filiale in Hamburger Stadtteil Altona, ebenfalls ein City-Ikea, angesiedelt in einer Fußgängerzone und im Juni 2014 eröffnet. 

Es zählen die kleinen Ikea-Dinge ...

Mal schnell beim Westbahnhof vorbei hin zum neuen Malm-Bett? Klar wird das gehen - beim Wiener Stadt-Ikea soll die gesamte Produktpalette angeboten werden. Allerdings erklärte Ikea-Manager Chrstian Mollerus in Hamburg ein halbes Jahr nach der Eröffnung gegenüber der Welt: "Wir verkaufen ein erhebliches Mehr an Accessoires als Möbel. Und dann eher Sofas als Küchen."

Ikea ist ein Magnet

Klar, man kann sich der Illusion hingeben, ausgerechnet in einer Stadt-Filiale von Ikea ein paar ruhige Minuten beim Möbelschauen verbringen zu können. Nur bringt es nichts. Die Filiale in Hamburg zählt etwa zu den meistbesuchten in ganz Deutschland. 

Endlich Köttpullar auf der Mahü

Dazu passend: Das in der Filiale angesiedelte Schnellrestaurant sprengte alle Erwartungen. Die günstige Küche unweit der Mariahilfer Straße wird auch in Wien - dafür braucht es keine Prognosen - zum Renner. Immerhin wird das Fast-Food-Angebot um die Produkte Hotdog zum Selberbasteln und Köttpullar erweitert. 

Ein neues Level an Spontaneinkäufen

Zugegeben, dieser Punkt stützt sich auf eine persönliche Einschätzung. Aber mal ehrlich: Spontaneinkäufe, angesiedelt bei T-Shirts oder Schuhen, müssen um zahlreiche Komponenten erweitert werden. Kerzen, Geschirr, Pflanzen. Es gibt nicht umsonst das unausgesprochene Gesetz: Niemand geht durch die Ikea-Markthalle, ohne etwas zu kaufen. 

Die U6 braucht Güterwagons 

Das bringt uns zu einer etwas heiklen Geschichte. Dem Transport. Egal ob es ein Billy-Regal geworden ist oder man mit der blauen Ikea-Tasche herumspaziert, die U6 hat schon jetzt kein Auslastungsproblem. Es wird spannend, die Möbelkartons in die UBahn-Garnituren und wieder hinaus fliegen zu sehen. Auf Twitter kursiert bereits der Vorschlag, Güterwagons bei den Wiener Linien einzuführen. Übrigens: Das Konzept ohne PKW scheint zu funktionieren. In Hamburg kommen 90 Prozent ohne Auto.

Das Verhältnis der Grünen zu Ikea wird noch spannend

Dass sich die Grünen auf Stadtebene über ein Möbelhaus freuen, dass bei seinem Konzept ohne PKW-Belastung auskommen will, ist keine Überraschung. Wie offensiv man sich allerdings über Ikea in Wien freut, kommt ungefähr so daher wie ein falsch zusammengebautes Kastl: Etwas schräg. Immerhin waren es die Grünen, die die Steuermoral des Möbelkonzern scharf kritisierten. Wie sich dieses ambivalente Verhältnis noch entwickelt, wird spannend zu beobachten sein.

Video: Wir waren auf einer Wiener Haustiermesse

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