< Zur Mobilversion wechseln >

Transgender: Dieser Trans* Künstler will unsere Vorstellungen zur Menstruation ändern

von

Wir denken viel zu wenig darüber nach, dass nicht nur Menschen, die sich als Frau identifizieren, ihre Periode haben.

„Perioden sind nicht nur für Frauen“

Kulturred(Wienerin)

Die Menstruation ist immer noch ein Tabuthema. Zwischen Verschwiegenheit, Scham und Unkenntnis ist das Thema aber vor allem eines: weiblich. Was in der ohnehin eingeschränkten öffentlichen Wahrnehmung zur Periode völlig untergeht, ist, dass auch Transpersonen menstruieren.

 

Der trans Künstler Cass Clemmer versucht, die Diskussion um die Periode mit seiner Facebookseite Toni the Tampon zu verbreitern. Er postet ein Foto, das ihn beim Freebleeding zeigt. In der Hand hält er ein Schild. „Perioden sind nicht nur für Frauen. #bleedingwhiletrans“ steht darauf. Mit dem Foto veröffentlichte er ein sehr persönliches Gedicht über das Trauma, das die erste Periode für ihn bedeutete – kein feierlicher Beginn der Weiblichkeit, sondern ein Grund zur Trauer.

 

 

 

Gegenüber ATTN: sagte Clemmer „Es gibt so viele von uns, die menstruieren, aber sich nicht als Frauen identifizieren – egal ob wir uns als trans, nicht-binär, intersexuell und/oder als etwas anderes im multidimensionalen Genderspektrum identifizieren. Wenn wir Perioden und Weiblichkeit als eindeutige Einheit betrachten, treffen wir auch eine Aussage, was es bedeutet, eine richtige Frau oder ein richtiger Mann zu sein, obwohl es jede Menge Frauen gibt, die nicht menstruieren und jede Menge Menschen, die menstruieren, aber keine Frauen sind!

 

NaGeh: So geht es trans-, inter- und nicht-binären Menschen auf der Uni

Alle 10 Bilder anzeigen »
 

 

Menstruieren als Transmann

 

„Ich denke nicht, dass sich viele Leute schon mal Gedanken darüber gemacht haben, wie es ist, zu menstruieren, obwohl man sich nicht als Frau identifiziert und die verschiedenen Hindernisse, die wir immer wieder überwinden müssen – vom Zugang zu Hygieneprodukten, über gendergerechte Sprache bis hin zu Möglichkeiten, gebrauchte Hygieneprodukte in öffentlichen Männertoiletten zu entsorgen.“

 

Clemmer hat mit seinem Post auch einigen Hass auf sich gezogen, aber er teilt seine Geschichte aus einem Grund. „Meine Lieblingsreaktionen kommen von anderen trans und nichtbinären Menschen, die mir gesagt haben, dass sie sich weniger allein in ihren Erfahrungen fühlen wegen meines Posts. Und am Ende des Tages war und wird das immer meine größte Motivation sein.“

 

 

Video: #egalgewicht - Das Gänsehäufel ist die Hochburg der Body-Positivity

 

Kommentare

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen