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Halleluja! Papst unterstützt Kinderbuch über homosexuelle Partnerschaften

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Was passiert, wenn ein Ei auf zwei schwule Pinguine und ein lesbisches Kaninchen trifft? Das italienische Kinderbuch "Un Piccolo Uovo" gilt unter italienischen Konservativen als Affront. Der Papst hingegen, kann dem Buch hingegen durchaus Positives abgewinnen:

Papst "Un piccolo Uuvo"

KulturRed.(Wienerin)


Ein sprechendes Ei, homosexuelle Pinguine und ein Känguru als Adoptivmutter eines Polarbärs.
Das süße Kinderbuch "Un Piccolo Uovo" von Francesca Pardis sorgt in Italien derzeit für Diskussionen. In dem Buch werden anhand des oval-förmigen Protagonisten und seiner Freunde verschiedene familiäre Konstellationen typisiert und ein liberales Familienbild vermittelt.

Viele im stark katholisch geprägten Italien sehen durch das Buch die traditionellen Werte der Familie verletzt und hetzen öffentlich gegen die Autorin, die selbst in einer lesbischen Beziehung mit 4 Kindern lebt.

In Venedig ließ der Bürgermeister das Buch gemeinsam mit 50 weiteren sogar aus den Schulen verbannen - als Protest dagegen riefen 250 Schriftsteller dazu auf, ihre Bücher ebenfalls aus den Geschäften in Venedig entfernen zu lassen.


Einem Bericht des Guardian zufolge erhielt Pardis nun einen Brief von Papst Franziskus persönlich, in dem steht: "Seine Heiligkeit ist dankbar für die aufmerksame Geste und für die Gefühle, die sie ausgelöst hat." Weiters hoffe er auf mehr Aktionen im Dienste der jungen Generationen und zur Mithilfe der Verbreitung menschlicher und christlicher Werte.

 

 

Der Brief war eine Reaktion auf Pardis Schreiben, in dem sie über die Angriffe gegen sich selbst berichtete und den Papst fragte, warum die italienische Autorenschaft keinerlei Unterstützung der katholische Kirche bekomme.

Der Vatikan stellte in einer späteren Aussendung allerdings klar, dass es sich bei dem Schreiben um eine persönliche Antwort handle, die nicht die römisch-katholischen Werte widerspiegle. 

 

Zwar steht die Kirche damit der Homosexualität weiterhin sehr kritisch gegenüber, doch ist die vorsichtige Zustimmung des Papstes zum Buch ein erster Schritt in die richtige Richtung.

 

 

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