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Test : 6 Champagner(-Alternativen), die besser knallen als mancher Mann

von

Weil das Beste gerade gut genug ist, haben wir uns durch sechs Flaschen hochwertigen Sprudel gekostet, mit denen es sich einen vorzüglichen Abend verbringen lässt.

6 Champagner, die besser knallen als mancher Mann

KochenKH(Wienerin)

"Die kitzeln das Gehirn und man ist immer gut drauf." Seien wir mal ehrlich: Wie viele Männer kennen wir, auf die diese Beschreibung zutrifft? Wir plädieren also zur Abwechslung für ein Date mit einer gepflegten Flasche Sprudel, die nicht nur den Gaumen kitzelt. Schließlich ist das Beste gerade gut genug! Weshalb wir uns unter fachkundiger Anleitung von Kristina Sucic von Wein&Co durch vier Champagner und zwei nicht minder charmante (günstigere) Alternativen gekostet haben.

Mit einem eindeutigen Ergebnis: Wir hatten schon Männer, die schlechter geknallt haben.

 

Wann ist Champagner denn nun Champagner?

Und warum ist er kein Sekt? Grundwissen: Weil er in der französischen Champagne nach strengen Regeln produziert worden sein muss, um diesen Namen tragen zu dürfen. Ein Qualitätskriterium: Die Perlage, also die Schaumbildung, die man nicht nur im Glas sieht, sondern auch schmeckt. Je feiner die Perlage, desto besser kommen die Aromen des Champagners zur Geltung.

 

 

PR Veuve Clicquot Brut Yellow Label

Veuve Clicquot Brut Yellow Label

49,50 Euro

Small-Talk: Schampus aus Frauenhand: Es war tatsächlich die Veuve (franz. „Witwe“) Cliquot, die das Haus zu Weltruhm führte – schon Wilhelm Busch schrieb in „Die fromme Helene“: „Wie lieb und luftig perlt die Blase der Witwe Klicko in dem Glase!“ Der Madame Cliquot haben wir übrigens auch unseren heißgeliebten Rosé zu verdanken, sie kreierte 1818 den ersten.

Wie sieht er aus: Den Kerl kennt man. Im Vergleich zu den anderen Typen an der Bar sticht der Veuve Cliquot mit seinem gelben Jackett klar heraus und will eindeutig gesehen werden. (Könnte allerdings auch ein Blender sein.) Tatsache: Der ist nicht wählerisch, in jedem halbwegs gut sortierten Supermarkt erhältlich, und deshalb schon durch viele Gläser geschwappt.

Wie knallt er: Ein heller Ton, kurz, aber intensiv.

Wie trinkt er sich: Vielleicht liegt’s an uns, aber er ist leider nichts Besonderes mehr. Schmecken tut er aber in jedem Fall, deswegen betrachten wir es positiv: Bei ihm wissen wir, woran wir sind. Noch ein Glas, Garçon!

 

 

PR Deutz Champagne Blanc de Blanc

Deutz Champagne Blanc de Blanc

85 Euro

Small-Talk: Das Hause Deutz zählt zu den sechs Topproduzenten der Champagne. Muss man mehr sagen?
Das "Blanc de Blanc" gibt an, dass für die Herstellung ausschließlich weiße Chardonnay-Trauben verwendet wurden.

Wie sieht er aus: Ungefährlich und schnörkellos, die wuchtige Flaschenform wirkt ein wenig altmodisch. Stellt man sich in betuchten Salons vor, wo dazu Schoko-Pralinen mit Erdbeerfülle in der Bleikristallschale gereicht werden.

Wie knallt er: Ein dumpfes, kurzes Plopp und die Sache ist erledigt.

Wie trinkt er sich: Man sollte sich nicht vom leicht biederen Äußeren täuschen lassen! Monsieur Deutz weiß, was er tut, trinkt sich leicht und angenehm und schmeckt nach reifen Früchten und einem Hauch Vanille. Der Kerl hat seinen Preis zurecht.

 

 

PR Duval Leroy Champagne Rosé Brut Prestige

Duval Leroy Champagne Rosé Brut Prestige

59,50 Euro

Small-Talk: Von der Ehefrau des Namensgebers geführt, darf sich Duval Leroy mittlerweile das erste 100 Prozent vegane Champagnerhaus nennen und setzt sich für Umweltschutz und nachhaltige Produktion ein.

Wie sieht er aus: Fancy, aber für manch minimalistischen Geschmack vielleicht ein Schuss zuviel Geschnörkle am Flaschenhals. Fix ist: Der trägt dick auf.

Wie knallt er: So stellt man sich elegantes Champagnerkorken-Knallen vor: Ein tiefes Plopp, nach dem sich alle im Lokal umdrehen.

Wie trinkt er sich: Himbeeraromen und cremige Perlage. Können wir deine Nummer haben?

 

 

PR Roederer Champagne Brut Premier

Roederer Champagne Brut Premier

49 Euro

Wie sieht er aus: Farblich wie der Duval Leroy in Elfenbein gehalten, aber mit wesentlich jugendlicherem Charme. Liegt gut in der Hand.

Wie knallt er: Da geht noch was … Monsieur Roederer hat Potential.

Wie trinkt er sich: Äußerst angenehme Perlage, schmeckt leicht nach grünen Marillen. Geht beim ersten Schluck schon gut über den Gaumen und – wie schon beim Knallen – wird er ständig besser besser.  Sehr verführerisch, der Roederer weiß, was er tut.

 

 

PR Blanc Fussy Crémant de Loire Brut Grande Réserve

Blanc Fussy Crémant de Loire Brut Grande Réserve

17 Euro

Small-Talk: Der Crémant wird nach der Méthode Traditionelle erzeugt, allerdings im französischen Loire-Tal, dem „Tal der Könige“. Deshalb darf er sich nicht Champagner nennen und ist um einiges günstiger als der große Bruder.

Wie sieht er aus: Monsieur trägt Krone! Seinem Aussehen nach würde man nicht vermuten, dass er für viele die „zweite Wahl“ ist – hier wird geklotzt, nicht gekleckert!

Wie knallt er: Laut!

Wie trinkt er sich: Er perlt, er schmeckt fruchtig, ein wenig nach Birne – man kann sich nicht beschweren. Und für den Preis schon gar nicht.

 

 

PR Claus Preisinger Ancestral St. Laurent

Claus Preisinger Ancestral St. Laurent

21 Euro

Small Talk: Die Méthode Ancestral ist eine klassische Art der Schaumweinbereitung, die heute fast ausschließlich in Südfrankreich angewendet wird: Dabei wird der noch gärende Most abgefüllt. Resultat: ein Schaumwein, der viel fruchtiger und weiniger schmeckt als Champagner oder Sekt.

Wie sieht er aus: Cooles Understatement. Dank reduziertem Etikett und dem angesagten Naturwein-Label etwas für jene, die beim ersten Date beeindrucken wollen und den Flammkuchenteig dazu noch selber machen. (Und ganz ehrlich: Einer, der eine Banderole mit „Bubbles against Troubles“ trägt, trifft uns mitten ins Herz. Alter Romantiker.)

Wie knallt er: Gar nicht. Der Herr trägt Kronkorken und braucht deshalb den guten alten Bieröffner. Charmant.

Wie trinkt er sich: Leicht, fruchtig, schnell. Den mögen wir.

 

 

Alle getesteten Produkte wurden von Wein&Co zur Verfügung gestellt und sind österreichweit in den Filialen oder über weinco.at erhältlich. Die Champagnerlounge in der Filiale am Wiener Naschmarkt bietet zudem die größte Flaschen-Champagnerauswahl der Stadt.

 

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