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Google-Skandal: Google-Mitarbeiter verfasst zehnseitigen Aufsatz über Unterlegenheit von Frauen

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Ein Google-Mitarbeiter erklärte in einem Aufsatz, warum Männer die besseren Programmierer sind. Jetzt wurde er entlassen.

JobRed.(Wienerin)

Frauen sind in der Technologie-Branche nach wie vor extrem unterrepräsentiert. So auch beim Suchmaschinen-Riesen "Google", der jetzt wegen eines Sexismus-Skandals für Aufregung sorgt.

Der Grund: Der Mitarbeiter James Damore hat einen zehnseitigen Aufsatz darüber verfasst, warum Frauen die schlechteren Programmiererinnen sind. Sie seien nämlich aus "biologischen Gründen" weniger geeignet für den Job. Männer verfügten über "natürliche Fähigkeiten", die sie zu besseren Programmierern machten. Diese Meinung verbreitete er in einem internen Papier - und wurde deshalb nun entlassen.

 

Frauen sind "weniger stressresistent" und deshalb keine Führungskräfte

 

Außerdem seien Frauen laut dem Ex-Google-Mitarbeiter weniger stressresistent, deshalb gebe es so wenige davon in Führungspositionen in der Tech-Branche. Frauen seien besser in sozialen oder künstlerischen Branchen aufgehoben, weil sie "offener gegenüber Gefühlen und gegenüber Ästhetik" sind. 

 

Wenig verwunderlich ist auch, dass Damore dagegen ist, mehr Frauen in die Technologie-Branche zu holen. Das "dürfe man aber nicht laut sagen", bedauerte er.

 

Sein Schreiben gelangte am Sonntag an die Öffentlichkeit und hat eine Sexismus-Debatte im Unternehmen ausgelöst. Google-Chef Sundar Pichai schrieb daraufhin eine Mail an die MitarbeiterInnen, in der er klarstellte, dass es "beleidigend und nicht okay" sei, einen Teil der Belegschaft als biologisch weniger fähig für die Arbeit bei Google zu bezeichnen. 

 

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Das Sexismus-Problem bei Google geht jedoch noch viel weiter. Wie der "Guardian" berichtet, überlegen mehr als 60 Frauen das Unternehmen wegen ungleicher Bezahlung und Sexismus zu klagen. Die Frauen verdienen trotz gleicher Qualifikation weniger und manche berichten von einer frauenfeindlichen Kultur in der Firma. 

 

Eine Frau, die zwei Jahre lang bei Google gearbeitet hat, erzählte etwa, dass sie regelmäßig mit sexistischen Kommentaren über ihr Aussehen konfrontiert war und dass sie sich diskriminiert fühlte, nachdem ihre Beförderung abgelehnt wurde, während ihre Kollegen wesentlich schneller auf der Karriereleiter hochkletterten. "Ich habe nicht in diesem ,Boys Club' mitspielen dürfen."

 

Video: Trumps Sexismus-Sager

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