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Produktivität: Liebe ChefInnen, lasst eure Mitarbeiterinnen in der Arbeit schlafen!

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ExpertInnen sind überzeugt: Schlaf in der Arbeit kann uns entlasten und die Produktivität steigern. Das gilt besonders für Frauen!

JobRed.(Wienerin)

Es gibt Momente, da sitzt man im Büro und würde sich nichts sehnlicher wünschen als ein kurzes Mittagsschläfchen. Die Gründe können vielfältig sein: Man ist gestresst, hat wenig geschlafen (weil Kind, Katze oder beide mal wieder krank sind) oder sich das Gedankenkarussel mal wieder die ganze Nacht gedreht hat. 

Die Lösung: Schlaf am Arbeitsplatz!

Immer mehr ExpertInnen raten nun, seinen Bedürfnissen nachzugehen und tatsächlich in der Arbeit zu schlafen. Denn ein kurzes Nickerchen könnte unsere Produktivität deutlich steigern - und so nachhaltig unsere Arbeit verbessern.

Besonders bei Frauen sehen immer mehr WissenschaftlerInnen die Notwendigkeit einer kleinen Ruhepause während der Arbeit. Denn nicht nur, dass Frauen, biologisch gesehen, ca. 20 Minuten mehr Schlaf täglich brauchen - sie sind im Laufe des Tages auch mit mehr Aufgaben konfrontiert, wie neueste Daten beweisen.

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Die amerikanische Soziologin Suzanne Bianchi kam nach der Analyse der "American Time Use Survey" zum Schluss, dass Frauen, vor allem arbeitende Mütter, statistisch gesehen, absichtlich ihre (Frei-)Zeit oder ihren Schlaf opfern, um gewisse Tätigkeiten erledigen zu können. 

Brigid Schulte, Autorin des Buches "Overwhelmed: Work, Love, and Play When No One Has the Time", erklärt gegenüber Marie Claire, dass Frauen dazu tendieren würden, sowohl "emotionale Arbeit" (Fieber messen, emotionalen Balast auf sich nehmen), als auch "mentale Arbeit" (Geburtstage merken, Jause packen, Arztermine ausmachen) übernehmen und dadurch ebenfalls anfälliger für Ermüdungserscheinungen und Erschöpfung sind. Ein Mittagsschläfchen wäre unter diesen Umständen besonders für Frauen hilfreich - und der Arbeit und der Gesundheit förderlich.

Nur 20 Minuten Schlaf könnten Produktivität enorm steigern 

Ähnlich sieht das die New York Times, die in einem Artikel allen arbeitenden Männern und Frauen rät "in der Arbeit ein Nickerchen zu machen - und sich bloß nicht dafür zu entschuldigen". Der Autor stützt sich dabei auf mehrere Studien, die dem Mittagsschlaf unterschiedliche positive Wirkungen nachsagen und fehlenden oder unregelmäßigen Schlaf untertags kompensieren können.

Empfohlen wird eine Schlafzeit von 20 Minuten, wodurch unsere Aufmerksamkeit und Leistung gesteigert werden soll. Aber Achtung: Wer länger schläft, riskiert hingegen noch müder zu sein als zuvor, sagen die ExpertInnen. 

 

Ob sich Schlaf in der Arbeit (gerade im Büro) nun tatsächlich als realistisches Produktivitätskonzept etablieren wird, sei dahingestellt.

Wer kann, sollte sich einen Mittagsschlaf allerdings in Zukunft - ganz ohne schlechtes Gewissen - gönnen!

 

 

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