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Work-Life-Balance: Ivanka Trump will arbeitenden Frauen zeigen, wie man Erfolg hat (und scheitert)

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Die Tochter des amerikanischen Präsidenten veröffentlichte ihr zweites Buch zum Thema "Work-Life-Balance". Doch ihre Ratschläge kamen bei der amerikanischen Leserschaft bisher nicht besonders gut an.

Ivanka Trump Visits Other Locations In Berlin After W20 Conference

JobRed.(Wienerin)

Nach ihrem Auftritt beim G20-Frauengipfel in Berlin letzte Woche, macht Ivanka Trump dieser Tage erneut Schlagzeilen. Diesmal steht ihr neues Buch im Mittelpunkt: Ein Ratgeber für arbeitende Frauen (Originaltitel: "Women who Work: Rewriting the Rules for Success").

 

Der Ratgeber wurde laut eigener Aussage bereits vor dem Wahlsieg ihres Vaters geschrieben und soll arbeitenden Frauen dabei helfen, Kind & Karriere besser miteinander zu vereinbaren. Es ist bereits das zweite Buch der Unternehmerin, ihr erstes, "The Trump Card: Playing to Win in Work and Life", wurde 2009 zum Bestseller.

"Keine Massage gegönnt"

Im Ratgeber erzählt Trump aus ihrem persönlichen Leben und teilt ihre Erfahrungen als dreifache Mutter. An vielen Stellen wird die Realitätsferne der Präsidententochter allerdings deutlich. Mit dem Leben einer Mutter aus der Mittelschicht haben die Erzählungen aus Trumps Alltag nur wenig gemein.

So hätte Ivanka während den stressigen Wahlkampfzeiten ihres Vater auf "Massagen verzichtet" und auch weniger Aufwand für ihr Äußeres betrieben, heißt es in einem Kapitel.

Auch in punkto Kindereziehung hat Trump einige Ratschläge parat. So würde sie sich täglich "20 Minuten Zeit pro Kind" nehmen. Außerdem bleibt sie im Home-Office, wenn sie einige Tage später auf eine längere Reise geht.

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Für Aussagen wie diese, erntete Trump auf Social Media harte Kritik. Ihre Ratschläge wären realitätsfern und hätten wenig mit dem Alltag einer Mutter zu tun, die sich keine Haushaltshilfe oder Babysitter leisten könnte, hieß es.

"Ist das dein Ernst? Dein "Überlebensmodus" beinhaltet, dass du nicht zur Massage gehst? Versuch doch mal das Spiel zu spielen 'Welche Rechnung kannst du diesen Monat nicht bezahlen!'", schrieb eine verärgerte Nutzerin auf Twitter als Reaktion auf die Buchpräsentation.

Amerikanische Presse übt Kritik

Auch die amerikanische Presse hatte wenig lobende Worte für Ivanka Trump übrig. Journalistin Michelle Goldberg vom Magazin Slate schrieb etwa, das Buch wäre "eine Feier der unlimitierten Möglichkeiten von Frauen, die eine Vollzeit-Haushaltshilfe haben". Der Ratgeber würde außerdem "Feminismus ausbeuten und erniedrigen".

Die Huffington Post kritisierte Ivanka Trumps fehlende Fähigkeit, zu erkennen, dass erst ihr Reichtum, ihre Hautfarbe und ihre Berühmtheit  sie soweit gebracht hätten.

Und der "New Yorker" fragte sich in seiner Rezension: "Was kann Ivanka Trump, die mit einem silbernen Löffel im Mund geboren wurde, denen beibringen, die ihren Salat am Scheibtisch mit Plastikgabeln essen?".

 

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