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Ehrgeiz: Warum Faulsein der eigentliche Schlüssel zum Erfolg ist

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Faul sein bedeutet, nur die Arbeit zu machen, die man wirklich tun will (und in der man auch wirklich gut ist)!

JobRed. (Wienerin)

Von jung an lernen wir hauptsächlich eines: Wir müssen hart arbeiten, um später einmal erfolgreich zu sein. So funktioniert unsere Leistungsgesellschaft eben. Wir dürfen nicht faul sein, und je beschäftigter wir sind, als umso erfolgreicher gelten wir.

 

(c) Getty Images (T.J. Kirkpatrick) Michael Lewis Discusses His New Book, ´Flash Boys´

Michael Lewis

 

Aber laut Bestseller-Autor Michael Lewis, der unter anderem "The Big Short", "Moneyball" und "Flashboys" geschrieben hat, ist Faulheit sinnvoller als viele glauben und kann sogar zu Erfolg führen. Der Autor beschäftigt sich hauptsächlich mit Investment Banking, und mehrere seiner Bücher wurden bereits verfilmt.

"Meine Faulheit ist ein wunderbarer Filter", erzählt er. "Etwas muss schon ziemlich gut sein, wenn ich mich dazu entscheide, daran zu arbeiten." Darüber sprach am 2017 "Insight Summit" als Keynote Speaker: Für ihn war Faulheit der Weg zum Erfolg und sollte nicht länger als etwas Negatives gesehen werden. Immerhin ist Faulsein auch ein Zeichen von Intelligenz, wie diese Studie bestätigte.

 

 

Auf das Wichtige konzentrieren

Der Schlüssel zu seiner Theorie liegt darin, dass jemand, der sich erlaubt, faul zu sein, nur Zeit und Energie in Arbeit investiert, die wirklich gut ist und bei der man keine andere Wahl hat, als sie zu tun. Das mag in der heutigen Zeit ziemlich seltsam wirken, wo viele von uns es kaum schaffen, sich zu entspannen und immer das Gefühl haben, etwas erledigen zu müssen.

 

"Wir verwechseln Geschäftigkeit mit Wichtigkeit"

Für Michael Lewis hingegen war das nie ein Problem: Wie er Inc. erzählt hat, hatte er noch nie ein Problem damit, nichts zu tun, wenn seine Aufmerksamkeit nicht von etwas Interessantem und Lohnenswertem eingefangen wurde. "Die Leute verschwenden Jahre ihres Lebens, weil sie nicht bereit sind, ein paar Stunden zu verschwenden", erklärt er. "Wir verwechseln Geschäftigkeit viel zu oft mit Wichtigkeit, und das hält uns davon ab, zu sehen, was wirklich wichtig ist."

Als Autor fragt er sich beispielsweise: "Wenn eine Geschichte, die ich kenne, nicht erzählt würde, würde es mich traurig machen?" Wenn die Antwort ja ist, schreibt er sie.

Im Grunde geht es darum, dass Faulsein dafür sorgt, dass jene Arbeit, die wir produzieren, auch wirklich unsere beste Arbeit ist.

 

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