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Alleinerziehend: Sheryl Sandberg gesteht: "Habe Probleme alleinstehender Mütter unterschätzt"

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Die Facebook-Geschäftsführerin hat seit dem Tod ihre Mannes vor zwei Jahren erkannt, was es bedeutet, alleinerziehend zu sein.

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JobRed.(Wienerin)

Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg gilt als eine der erfolgreichsten Frauen im Tech-Business. Seitdem sie 2013 ihre Karrierebibel "Lean In: Frauen und der Wille zum Erfolg" herausgebracht hat, ist sie Frauen weltweit ein Begriff.

Doch nun, vier Jahre später, revidiert Sandberg einige ihrer Aussagen aus dem Buch. Denn seit dem Tod ihres Mannes, Dave Goldberg, ist Sandberg alleinerziehend und hat erkannt, dass sie viele Sachen in ihrem Buch zu engstirnig gesehen hat. Ihr Buch, das als Karriereratgeber für Frauen zum Bestseller wurde, hätte Alleinerzieherinnen ausgeklammert und sich lediglich auf Frauen mit einem Partner fokussiert.

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Nun hat Sheryl erkannt, dass dies ein Fehler war:

"Ich habe viel darüber nachgedacht, was es bedeutet, eine alleinerziehende Mutter zu sein, weil ich nun selbst eine bin – allerdings ohne die finanziellen Hürden, die so viele Single-Mütter überwinden müssen. 37 Prozent der alleinerziehenden Mütter in Amerika leben in Armut, unter Schwarzen und Latinas sind es sogar 40 Prozent. Das ist inakzeptabel", so die 50-Jährige in einem Interview mit USA Today.

Schon vor einigen Monaten hatte sie in einem Blogbeitrag erklärt: "Unsere weitverbreitete Annahme, dass jedes Kind in einem Haushalt mit einem heterosexuellen, verheirateten Paar aufwächst, ist nicht mehr zeitgemäß" und damit eine politische Debatte über die Unterstützung von Alleinerzieherinnen ausgelöst.

Kein Anstieg an weiblichen Führungskräften

Obwohl ihr Bestseller besonders in den USA viel bewegt hat und Themen rund um Geschlechtergleichheit forcierte, ärgert sich Sandberg darüber, dass sich in den letzten Jahren zu wenig geändert hat. "Was Frauen in Führungspositionen angeht, hat sich nichts getan. Wir stecken bei weniger als 6 Prozent weiblichen CEOs bei Fortune 500-Unternehmen  und deren Äquivalenten in fast jedem Land der Welt fest. Als 'Lean In' veröffentlicht wurde, gab es 19 Staatschefinnen, heute sind es nur noch elf. [...] In Summe sehen wir also in keinem Land und keinem Wirtschaftssystem der Welt einen wirklichen Anstieg an weiblichen Führungskräften. Ich finde, das ist eine Schande", stellt sie fest.

Deswegen beharrt Sandberg weiterhin hartnäckig auf ihrem Zie:l "Mein Ziel ist sehr klar [...] Ich möchte, dass die Hälfte der Unternehmen und Staaten von Frauen geführt werden."

 

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