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Intimpflege: Warum Apfelessig in der Vagina nichts verloren hat

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Der neueste Trend in der Intimpflege ist ziemlich schädlich.

So gefährlich sind Apfelessig-Treatments für die Vagina

Gesundheitred.(Wienerin)

Eine gesunde Vagina ist ganz großartig in der Selbstreinigung: Dank des sauren Milieus können sich schädliche Keime nämlich gar nicht erst festsetzen. So ganz ist dieses Wunder der menschlichen Biologie aber noch nicht in den Köpfen angekommen: Immerhin werden in regelmäßigen Abständen Frauen mit neuen Methoden der Intimreinigung beglückt - von Jadeeiern oder Salatgurken zum Einführen bis zum Dampfreiniger. Der neuste Clou: Spülungen mit Apfelessig. Und die können ganz schön gefährlich sein.

 

Nicht nur zur Reinigung der Vagina soll die Apfelessig-Spülung angewandt werden, nein - der Essig soll außerdem die Vulva straffen und schrumpfen und so zu einem intensiveren Erlebnis beim Sex führen. Zur äußeren Anwendung soll die Vulva einfach mit Apfelessig gereinigt werden, zur Reinigung der Vagina sollen Frauen sich in Essig getränkte Tampons einführen.

Was Apfelessig in der Vagina anrichten kann

Als Shampoo-Ersatz oder zum Ankurbeln des Stoffwechsels in der Früh mag Apfelessig ja helfen, in der Vagina hat er aber (wie alle anderen ominösen Treatments!) nichts verloren. Der Essig kann nämlich die Balance der Scheidenflora durcheinanderbringen: In der Scheide herrscht ein saures Milieu mit einem pH-Wert von circa 4,5 - er ist niedriger als der pH-Wert der Haut und entsteht hauptsächlich durch Milchsäurebakterien. Die schaffen für andere Keime eine denkbar ungünstige Umgebung und halten die Vagina so sauber und gesund. Sie schützen vor Pilzen, Infektionen und anderen Irritationen. Apfelessig hingegen hat einen höheren pH-Wert, kann das empfindliche Milieu zerstören und den natürlichen Schutz zunichte machen.

 

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Wie immer gilt also: Es reicht völlig, die Vulva mit warmen Wasser zu waschen. Alles andere erledigt sie völlig alleine.

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