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Endometriose: Fotografin fängt ihr Leben mit Endometriose ein

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Wenn die Regelschmerzen sich anfühlen wie Wehen: die Fotografin Georgie Wileman porträtiert das Leben mit der Krankheit Endometriose.

Gesundheitred.(Wienerin)

Das Projekt begann als Selbstporträt-Serie, da Georgie Wileman durch starke Schmerzen kaum Kraft hatte, sich zu bewegen. Die Fotografin zeigt eine bisher wenig beachtete Lebensrealität: den Alltag mit Endometriose. Mittlerweile porträtiert die Fotografin aber auch andere, die unter der Erkrankung leiden. 

 

Abby with one of her heat pads for ENDOMETRIOSIS. @abbymnorman has been in pain since she was 12 years old. She has had two surgeries, both with doctors who did not understand this disease. Due to a lack of funding and insurance coverage, access to excision surgery, (the best treatment for Endometriosis) isn't currently available to her. Along with severe constant pain, Abby lives with chronic nausea and bowel complaints, resulting in an inability to eat or digest enough food. Abby is rapidly losing weight. Her immune system is failing, causing repeated infections. #thisisendometriosis . . . . . #endometriosis #endo #endometriosisawareness #endometriosisawarenessmonth #1in10 #documentaryphotography #photodocumentary #photography #chronicillness #chronicpain #endowarrior #endowarriors #endostrong #endometriose #femmes #photographie

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ENDOMETRIOSIS, THE INVISIBLE EVIL now online at @polkamagazine for Endometriosis Awareness Month. This photograph titled PAIN is part of my project ENDOMETRIOSIS. In this shot my partner Asher’s feet are included in the frame; for me, his position speaks to the helplessness he’s often trapped in. Ash always tries to solve everything; scrolling help groups, searching through prescriptions or trying to stroke my hair. He’s had to realize that sometimes there is nothing he can do to help me. The pain is so severe I cannot move. I can no longer make it to hospital. He can’t lift me, can’t touch me. He can only stand; whisper comfort, and attempt to have me squeeze his hand, instead of digging my fingernails into my own. Link in bio for feature #thisisendometriosis

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Endometriose ist eine gutartige, aber chronische Erkrankung bei Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter. Bei Endometriose treten Herde aus Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut sehr ähnlich ist, an anderen Stellen im Körper auf. Diese Herde verhalten sich genau so wie die Zellen in der Gebärmutter: Sie werden von Hormonen gesteuert, unterliegen dem Zyklus und lösen Blutungen aus. Das Blut kann jedoch nicht einfach abfließen, was Zysten, Verwachsungen, Entzündungen und Vernarbungen verursachen kann, die zu teils sehr starken Schmerzen und in extremen Fällen auch zur Gefährdung anderer Organe führen können (Quelle: Endometriose Vereinigung Austria). 

 

"Als würdest du verstehen, wie es ist, zu sterben"

 

"Ich wollte zeigen, wie die Realität der Krankheit aussehen kann. Für manche ist es lähmend oder es fühlt sich so an als hätten sie Wehenschmerzen während ihrer Periode. Für andere ist es ein konstanter Schmerz, den sie jeden Tag mittragen müssen. Und für andere sind es Monate hintereinander, die sie zuhause verbringen müssen, immobil und mit einem lähmenden chronischen Schmerz", beschreibt Wileman die Krankheit auf der Website des Projekts

 

Self portrait, from the series ENDOMETRIOSIS. I have been in pain since I was 13. I’ve had 6 surgeries for this disease; operations I could not afford, that have left my family in debt. The ‘gold standard’ treatment for endometriosis is excision surgery, where each piece of disease is cut out. This surgery has vastly higher success rates than the standard operations performed for endometriosis, where the disease is burnt or lasered off, leaving behind much of the diseased tissue, and creating further scarring. Excision surgery is largely unavailable on insurance plans in the U.S, or on the NHS in the UK. . This photograph was taken a few days before my sixth surgery for this disease. My weight was quickly dropping; chronic nausea, pain and strict diets prevented me from eating enough food. My stomach burnt from heat-pad use. The waistbands of my clothing cut to ease the pain of my swollen abdomen, caused by inflammation. I wasn’t able to stand for long for this portrait. The chronic severe pain meant I couldn’t walk, and had to be carried, or use a wheelchair. #thisisendometriosis . . . . . #photography #documentary #documentaryphotography #photodocumentary #documentaryphoto #photooftheday #portrait #portraitphotography #portraiture #portraitoftheday #endometriosisawareness #endometriosis #endo #1in10 #chronicillness #chronicpain #endostrong

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Sie selbst war dreizehn Jahre alt, als ihre Schmerzen begannen. "Es fühlt sich an als würdest du verstehen, wie es ist, zu sterben", beschreibt Wileman ihre eigenen Schmerzen. Doch lange Zeit konnten ihr die ÄrztInnen nicht sagen, woran sie leidet. Etwas, das viele Endometriose-Patientinnen kennen. Die Vereinigung "Endometriosis UK" geht von durchschnittlich 7,5 Jahren aus, in denen die Erkrankung unerkannt bleibt. 

 

"So viele Aspekte dieser Krankheit werden übersehen und missverstanden und wir müssen ansprechen, dass die Krankheit jemanden komplett ausknocken kann – sie kann dir Teile deines Darms nehmen, deine Fortpflanzungsorgane fertig machen, sie kann in deine Lunge wachsen. Ich habe eine Frau getroffen, deren Lunge während ihrer Periode kollabiert sind. Ich habe eine Frau getroffen, die Auswüchse in ihrer Nase hatte und immer Nasenbluten bekam, wenn sie ihre Periode hatte. Das ist selten. Aber die meisten ÄrztInnen scheinen nichts davon zu wissen", sagte die Fotografin gegenüber "Lenny Letter". 

 

Mit ihrem Projekt will Wileman darauf aufmerksam machen, dass eine von zehn Frauen unter der Krankheit leiden - und dass die Zeit vorbei sein sollte, in der Frauen eingeredet wird, es seien "nur starke Regelschmerzen".

 

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