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Vorsorge: 5 Fakten über den Besuch beim Frauenarzt, über die du dir Gedanken machen solltest

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Keinen Arzt besuchen wir sooft wie unsere Gynäkologin. Genau deshalb sollten wir in Sachen Vorsorge, Untersuchungen und Co. wissen, was beim nächsten Termin wichtig ist.

Diese 5 Fakten über den Besuch bei der Gynäkologin solltest du kennen

Gesundheitred(Wienerin)

 

1. Der jährliche Krebsabstrich beim Frauenarzt ist die beste Vorsorgeuntersuchung, die es gibt.

Der Krebsabstrich ist eine Erfolgsstory: Seit Einführung als Standarduntersuchung hat sich die Zahl der Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen drastisch reduziert. Denn durch den regelmäßigen Krebsabstrich, bei dem mittels einer kleinen Bürste oberflächliche Zellen von Gebärmutterhals und Muttermund gewonnen werden, können schon extrem frühe Vorstufen erkennen und behandeln kann – und das Jahre, bevor es überhaupt zum Ausbruch von Gebärmutterhalskrebs kommt, erklärt Dr. Johannes Seidel, Gynäkologe im privaten Ordinationszentrum „Woman & Health“.

Der Krebsabstrich ist also tatsächlich eine Vorsorge- und nicht „nur“ Frühentdeckungsuntersuchung wie etwa eine Mammographie, bei der bereits vorhandene Veränderungen erkannt werden können. Dr. Seidel weiter: „Besonders wichtig beim Abstrich sind Regelmäßigkeit und korrekte Durchführung nach modernsten Abstrichmethoden – hier sollte nicht an Zeit oder Geld gespart werden.“

 

2. Der Vaginalultraschall ist eine Standarduntersuchung, die die Patientin jedoch selbst bezahlen muss.

Mithilfe dieses Ultraschalls, der mittels einer stabförmigen, schmalen Sonde direkt in der Scheide durchgeführt wird, können die Organe des kleinen Beckens besser beurteilt werden als bei einem herkömmlichen Ultraschall durch die Bauchdecke. Dr. Seidel: „Diese Untersuchung ist wichtig, weil man nur so Veränderungen der Gebärmutter und Eierstöcke erkennen kann.“
Für die meisten Ärzte eine Regeluntersuchung wird der Vaginalultraschall standardmäßig jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen.

 

3. Für sexuell aktive, junge Frauen sollte ein regelmäßiger Chlamydien-Abstrich Standard sein.

Dr. Johannes Seidel: „Chlamydien machen oft keine Beschwerden und werden auch häufig nicht erkannt, können aber zu chronischen Infektionen der Eierstöcke und Eileiter und weiter zu Unfruchtbarkeit führen. Ein Chlamydien-Abstrich ist also eine gute Vorsorge, die zwar nicht von der Kasse bezahlt wird, bei jungen, sexuell aktiven Frauen aber durchaus sinnvoll ist.“ 

 

4. K wie Kolposkopie

Bei der Kolposkopie, für Dr. Seidel ein weiterer Standard im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung, betrachtet der Gynäkologe/die Gynäkologin durch das Kolposkop den äußeren Muttermund und kann so kleinste Gewebedefekte oder Veränderungen der oberflächlichen Zellen frühzeitig erkennen. Die Kolposkopie ist somit ein wichtiges Verfahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen – trotzdem wird die Untersuchung oft aus Zeitgründen nicht durchgeführt, erklärt Dr. Seidel.

 

5. Kein Arzt ist Patientinnen so nah wie der Gynäkologe/die Gynäkologin.

Durch den im Normalfall jährlichen und somit regelmäßigen Kontrollbesuch beim Gynäkologen hat der Frauenarzt wie kein anderer Mediziner laufend Kontakt zur Patientin – meist öfter als etwa der praktische Arzt. Dr. Seidel ist sich dieser Verantwortung bewusst: „Zu keinem anderen Arzt gehen Frauen so oft. Deshalb übernimmt der Gynäkologe auch teilweise die Aufgaben des Hausarztes und sollte die Patientin deshalb auch auf andere Dinge ansprechen. Der Gynäkologe hat eine ganz wichtige Rolle, wenn es um die Gesundheit von Frauen geht.“

 

Über den Experten

Dr. Johannes Seidel ist Gynäkologe und Mitgründer von Woman & Health, Ordinationszentrum und Privatklinik für frauenspezifische Medizin in Wien.


www.womanandhealth.at

 

 

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