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Temperaturempfinden: Warum die einen immer frieren und den anderen immer heiß ist

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Man kann den Thermostat in Büro oder Zuhause einfach nicht so einzustellen, dass alle zufrieden sind. Aber warum finden wir keine allgemeine Wohlfühltemperatur?

Warum manchen immer heiß und anderen immer kalt ist

Gesundheitred.(Wienerin)

Die Temperaturkriege im Büro sind Realität. Im Sommer kleben die einen mit ihren schwitzenden Unterarmen am Tisch fest, während sich die anderen den Sommerschal um die Schultern legen. Vom Winter, der trockenen Heizungsluft und den 'Fenster-Auf!'-Fanaten reden wir jetzt erst gar nicht. Aber warum können wir uns nicht auf eine Wohlfühltemperatur einigen? 

 

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Das Temperaturempfinden ist abhängig von Geschlecht und Alter

Ein bisschen ist es ein klassischer Geschlechter- und Generationenkampf. Frauen ist prinzipiell kälter als Männern, Ältere frieren eher als Jüngere. Männer haben üblicherweise mehr Muskelmasse, deren Muskelarbeit erzeugt Wärme. Frauen haben "eine ausgeglichenere Fettschicht und können das Blut in die inneren Organe transferieren," sagt der Wissenschafter Mark Newton zu alternet. Dadurch halten sie kalten Temperaturen zwar länger stand, frieren sie aber auch eher. 

 

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Wer sich mehr bewegt, hat wärmere Hände und Füße. Frauenkörper müssen aber mehr arbeiten, um die Kerntemperatur zu halten. Dadurch bleibt weniger Energie, um die Extremitäten zu wärmen, und Frauen haben auch tatsächlich kältere Hände als Männer. Forscher der Universität Utah haben bei Männerhänden im Schnitt 32,3°C gemessen, Frauenhände haben aber nur 30,7°C.

Während der Menstruation kann die Körpertemperatur außerdem schwanken.

 

Hitzewallungen und Schüttelfrost können auf eine angeschlagene Gesundheit hinweisen

Dauerfrieren und ständige Hitzewallungen können aber auch gesundheitliche Ursachen haben - vor allem, wenn du immer die Einzige bist, die sich nicht wohl fühlt.

Eine ständige Kälteempfindlichkeit kann etwa durch Anämie, Mangelernährung oder Schilddrüsenerkrankungen, wie einer Unterfunktion oder Hashimoto, hervorgerufen werden. Infektionen, Übergewicht oder eine Schilddrüsenüberfunktion könnten für eine über Wärmeempfindlichkeit verantwortlich sein.

Wenn du ständig unter der Temperatur leidest, solltest du das mit deinem Arzt besprechen.

 

Wärme- oder Kälteempfindlichkeit durch Stress

Streit, zu lange To-Do-Listen und zu volle Terminkalender können unser Temperaturempfinden ebenfalls belasten - unser Körper mag Stress einfach nicht besonders. Neuropsychologe Michael Lynch sagt Womans Health: "Wenn wir gestresst sind, fängt das vegetative Nervensystem an zu arbeiten und Blut wird zu den inneren Organen geleitet. Es ist die Kampf- oder Fluchtreaktion des Körpers." 

 

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Wie glücklich du bist, beeinflusst dein Temperaturempfinden

Bist du glücklich und zufrieden, klappt es dafür auch mit der Temperatur. Wissenschafter der Universität Toronto haben herausgefunden, dass Menschen, die sich isoliert, einsam oder depressiv fühlen, eher zu einem erhöhten Kälteempfinden neigen. Verbringen wir aber Zeit mit Menschen, die wir gern haben, in einem sozialen Umfeld, fühlen wir uns warm.

 

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Das warme Gefühl, dass wir im Kreis unserer Liebsten oft spüren, hat tatsächliche, physische Ursachen - wir sind empfänglicher für Wärme und fühlen uns glücklicher und wohlig-warm-geborgen als unter Fremden.

 

So vermeidest du, dass dir so-so kalt oder viel zu heiß ist

Die Klimaanlagenkriege könnten also auch ganz friedlich gelöst werden, in dem wir ein bisserl glücklicher sind und nicht so gestresst sind.

Es gibt aber noch ein paar andere Ticks: Von den Kleidern, die wir tragen, bis zum Essen, das wir konsumieren, beeinflussen viele Faktoren unser Wärmeempfinden. Das meiste kennt man als Hausmittelchen: Suppe und Kohlenhydrate im Winter, damit einem warm ist. Kleine Portionen mit viel Gemüse im Sommer, das kühlt. Eine Raumtemperatur zwischen 21° und 24°C ist optimal.

 

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Wem das zu anstrengend ist: Anscheinend hilft es auch, sich warme Orte vorzustellen, wie eine tropische Insel mit Sandstrand. Das setzt Endorphine frei, die helfen, die Körpertemperatur zu halten. Na dann, los und tagträumen!

 

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