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Universität Coimbra: Liebe späte Mamas, euch steht ein langes Leben bevor!

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Man muss es mit dem Kinderkriegen nicht so eilig haben. Frauen, die später Mutter werden, leben länger, sagt eine neue Studie im Journal of Public Health.

Frauen, die später Mutter werden, leben länger

Gesundheitred.(Wienerin)

Die biologische Uhr ist Unsinn, das wissen wir inzwischen. Ab 30 schaut man Frauen aber besonders gern auf den Bauch, vermutet hinter dem vom Wochenendfestmahl ein bisserl ausgeprägteren Bäuchlein gleich eine beginnende Schwangerschaft und sorgt sich ganz allgemein um die Funktion der Fruchtbarkeitsorgane.

Wem das nächste Mal mit leidvoll hochgezogener Augenbraue nahegelegt wird, man solle das mit der Familienplanung beschleunigen, denn es sei ja nicht ewig Zeit – es gibt wunderbare Neuigkeiten aus der Welt der Wissenschaft!

 

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Erstgebärende ab 30 haben eine höhere Lebenserwartung

 

In einer neuen Studie haben WissenschafterInnen herausgefunden, dass Frauen, die erst in ihren 30ern Kinder bekommen, länger leben. Die ForscherInnen der Universität Coimbra in Portugal haben Daten aus EU-Ländern zur Lebenserwartung von 65-jährigen Frauen mit unterschiedlichen Lebensfaktoren, Alter und Zeitpunkt der ersten Geburt, miteinander verglichen. Die Studienautorin Aida Tavares erzählte Elle UK: „Wenn Frauen ihre Kinder später bekommen, leben sie länger. Im Schnitt hatten jene Frauen, die in ihren 30ern ein Kind bekommen eine höhere Lebenserwartung als jene, die mit 20 Mutter geworden sind.“ Die AutorInnen schreiben, dass die Studienergebnisse helfen könnten, Schwangerschaften in den frühen 30ern zu fördern. Jedenfalls sind sie aber ein schönes Argument gegen den anhaltenden Mythos, Frauen ab 30 wären plötzlich quasi unfruchtbar.

 

Das bedeutet natürlich nicht, dass man den Kinderwunsch ewig aufschieben kann und sollte oder länger lebt, wenn man in seinen 30ern ein Kind kriegt. Es gibt eine Vielzahl an „lebensverlängernden“ Faktoren, die üblicherweise mit späterer Mutterschaft einhergehen. „Frauen, die später im Leben gebären, haben sehr wahrscheinlich einen höheren sozialen Status und ein besseres Einkommen,“ sagt der Fruchtbarkeitsspezialist Lord Winston der Daily Mail. „Sie können durch die sozialen Umstände leichter erst später schwanger werden und es ist bekannt, dass Menschen mit einer höheren Bildung und einem höheren Einkommen länger leben, weil sie sich einen gesünderen Lebensstil leisten können.“

 

Wie in den meisten Industrienationen steigt auch in Österreich das Alter der Erstgebärenden an. Die Österreicherinnen sind bei der Geburt des ersten Kindes im Schnitt 28,8 Jahre alt, das liegt leicht über dem EU-Schnitt von 28,7 Jahren. Auch bei uns gilt, je höher der Bildungsabschluss, desto später die erste Geburt. In Wien und Graz bekommen die meisten Frauen mit 31 Jahren ihr erstes Kind.

 

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