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Universität Tübingen: Frauen mit großen Hintern sind gesünder, sagt eine neue Studie

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Ein Birnen-Popo wirkt wie eine Art Schwamm, der die inneren Organe schützt, sagt eine neue Studie im Fachjournal "Cell Metabolism".

Jennifer Lopezonight Show Starring Jimmy Fallon´

GesundheitRed.(Wienerin)

Frauen, die mehr Fett in den Hüften und Oberschenkeln haben, haben ein geringeres Risiko eine Herzattacke, Schlaganfälle oder Diabetes zu erleiden, hat eine neue Studie herausgefunden. 

Publiziert wurde die Studie im Fachmagazin "Cell Metabolism" und sie zeigt, dass ein bisschen extra Fett an den richtigen Stellen alles andere als schädlich ist. Ganz im Gegenteil: Fett in der unteren Körperhälfte wirkt wie eine Art Schwamm und hindert das Fett daran, in die inneren Organe zu wandern. So schützt es auch das Herz und die Lunge. 

 

Birnen-Typen sind klar im Vorteil

 

Der "birnenförmige" Körpertyp ist somit der apfelförmigen Figur überlegen - aus gesundheitlicher Sicht. Bei zweiterer wird das Fett hauptsächlich in der Mitte des Körpers angesetzt und das kann potenziell schädliche Chemikalien leichter in den Blutkreislauf bringen. 

 

Die Ergebnisse der Studie beziehen sich dabei auf Frauen und Männer. Die Schutzfunktion von Hüft- und Oberschenkelfett ist bei Frauen vor der Menopause dennoch stärker vorhanden, da diese mehr Fett in der unteren Körperhälfte lagern. 

 

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Einen kleinen Haken gibt es dennoch: das schützende Fett ist bei Frauen, die schon übergewichtig sind, nicht mehr so effektiv, weil die Fettwerte im Herz und in den Lungen bereits zu hoch sind.  

 

"Hüftgold" hält gesund

 

Der Studienautor Dr. Norbert Stefan der Uni Tübingen, der auf Diabetes spezialisiert ist, erklärt, dass normalgewichtige Personen am meisten von der Schutzfunktion profitieren - weil Hüften und Oberschenkel hier ein "sicheres Lager" für Fettzellen sind. Das Team um Norbert Stefan, Fritz Schick und Hans-Ulrich Häring untersuchte bei diesen Probanden das Körperfett, die Fettverteilung und den Fettanteil in der Leber mithilfe der Magnetresonanz-Spektroskopie. 

 

Bekannt als "subkutanes" (= unter der Haut gelegenes) Fett, unterscheidet sich dieses Extra-Gewicht auf Hüften und Oberschenkeln erheblich von jenem Fett, das sich in unserem Bauchraum anlagert (=Viszeralfett). Bei Frauen besteht ab einem Bauchumfang von 80 cm, bei Männern von 94 cm ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sowie für Diabetes mellitus Typ 2.

 

"Man kann daher auch sagen, 'Hüftgold' hält Schlanke gesund", fasst Prof. Norbert Stefan die Ergebnisse zusammen. 

 

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