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Menstruationstassen: Deshalb ist es nicht egal, welche Menstruationstasse ihr kauft

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Der Boom der Menstruationstasse ist nicht mehr aufzuhalten! Aber Vorsicht beim Kauf: Günstige Alternativen sind leider nicht immer empfehlenswert.

Menstruationstasse Illustration

GesundheitBB(Wienerin)

Seitdem der Boom der Menstruationstassen (auch Menstruationskappen) nicht mehr aufzuhalten ist, finden sich an jeder Ecke und in jeder Drogerie mehr oder weniger hochpreisige Exemplare der günstigen Alternative zu herkömmlichen Tampons. Aber ist es wirklich egal, welches Produkt wir kaufen?

Menstruationskappen: große Unterschiede in Qualität und Sicherheit

Wir haben bei Bettina Steinbrugger, Mitgründerin von erdbeerwoche.com, nachgefragt:

"Gerade beim Material von Menstruationskappen sollten Frauen genau hinsehen. Im Moment sind leider auch einige Trittbrettfahrer am Markt. Während es in anderen Bereichen bereits anerkannte Gütesiegel (wie GOTS, SOIL, EU Bio-Siegel etc.) gibt, die für die Qualität, Sicherheit und gesundheitliche Unbedenklichkeit des jeweiligen Produkts garantieren, gibt es dies im Bereich der Menstruationskappe leider noch nicht.", erklärt Steinbrugger. Viele Frauen gehen deshalb davon aus, dass jede Menstruatonskappe automatisch ein gesundes, nachhaltiges Produkt ist. Das stimmt so nicht! "Tatsächlich produzieren zahlreiche Hersteller ihre Menstruationskappen in China und nutzen nicht die höchste Klasse medizinischen Silikons. Auch Formaldehyd wurde schon in einer in China produzierten Kappe eines bekannten Herstellers gefunden."

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Auch bei in Deutschland produzierten, in Drogeriemärkten erhältilchen Menstruationstassen aus Plastik sollte man vorsichtig sein. Bettina Steinbrugger: "Kunststoff ist um die Hälfte billiger als Silikon, hat aber laut Hersteller des Kunststoffs keine lange Lebensdauer (nur ca. 1-2 Jahre) und auch eine erhöhte Formaldehyd-Wahrscheinlichkeit ist gegeben."

Diese Gründe sprechen für die Verwendung einer Menstruationstasse

 

Kommentare

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4 Kommentare
Gast: Bea
09.07.2017 14:29

Ausführlichkeit

Hallo, gibt es noch weitere Infos bzgl. der getätigten Aussagen? Mich interessiert das Thema sehr (ich bin schon seit vielen Jahren begeisterte Nutzerin und in der Gynäkologie tätig, wo ich die Tassen gern empfehle - natürlich möchte ich nur unbedenkliche Produkte empfehlen).

Meines Wissens nach kam das Formaldehyd durch die Plastikpackung an die Tasse (die vor der ersten Nutzung daher gründlich gereinigt und desinfiziert werden muss). Daraufhin hat sich der Hersteller entschuldigt und das Problem behoben. Oder gibt es einen anderen Fall, der mir unbekannt ist? Dazu hätte ich sehr gern Infos.

Bzgl. des letzten Teiles hätte ich auch noch Fragen: Beziehen sich die Infos auf bekannte deutsche Tassen aus TPE? Die habe ich selbst gern in Benutzung und bisher ist jedes Modell weit über zwei Jahre alt geworden (absolut mit Silikoncups vergleichbar). Eine verkürzte Lebensdauer kenne ich nur von Kautschuk-Cups, wie dem Keeper, die aber ohnehin selten genutzt werden.
Von der Unbedenklichkeit besagter TPE-Cups bin ich genauso überzeugt, wie von der Unbedenklichkeit hochwertiger Silikon-Cups. TPE wird auch genauso erfolgreich in der Medizin genutzt wie hochwertiges Silikon :-)

Generell schließe ich mich der Empfehlung zu einer gewissen Vorsicht selbstverständlich an. Es gibt leider auch, gerade über's Internet, Tassen minderer Qualität.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich detailliertere Infos bekäme, um die o.g. Bedenken besser nachvollziehen zu können.

MfG
Bea

Antworten WIENERIN.at
13.07.2017 13:14

Re: Ausführlichkeit

Liebe Bea!
Danke für deinen Kommentar bzgl. der Unbedenklichkeit des Materials. Leider ist es aktuell wirklich so, dass viele Produkte den Markt überschwemmen und eine gewisse Transparenz oftmals fehlt, was das Material und die Produktion von Menstruationskappen angeht. Wenn du mit deinen Produkten zufrieden bist, dann ist das natürlich wunderbar. Wie bei jedem anderen Produkt ist aber auch hier ein kritisches Auge auf Rohstoffe und Produktionsbedingungen gefragt.
Bzgl. Formaldehyd: In diesem speziellen Fall mit den Formaldehydspuren haben wir ebenfalls erfahren, dass sie in der Verpackung nachgewiesen wurden und dass der Hersteller angegeben hat, dass die Verpackung ausgetauscht wurde. Leider hat der Hersteller aber laut unseren Recherchen kein weiteres Testergebnis eines unabhängigen Prüfinstituts veröffentlicht, dass für Konsumentinnen ersichtlich macht, dass das Problem mit dem Formaldehyd wirklich nicht mehr besteht. Zusätzlich ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass die Kappe in China hergestellt wird. Hier sagen wir ganz deutlich, dass ein ökologisch sinnvolles Produkt wie eine Menstruationskappe nicht um die halbe Welt geschickt werden muss, wenn es qualitativ gute Produkte aus Europa gibt, wo auch im Regelfall strengere Kontrollen und höhere Standards vorherrschen. (1/2)

Antworten Antworten WIENERIN.at
13.07.2017 13:15

Re: Re: Ausführlichkeit

Was die TPE-Kappen betrifft, haben wir mit dem Materialhersteller (nicht dem Kappenproduzenten) gesprochen, dass dieses Material nicht so formstabil und hitzebeständig wie Silikon ist und daher auch nicht für das jahrelange Auskochen geeignet ist, was jedoch notwendig ist, um die Kappe zu desinfizieren. Zahlreiche Rückmeldungen von Kundinnen, bei denen die TPE-Kappe nach mehrmaligem Auskochen ihre Form verloren hat oder brüchig geworden ist, haben uns dies bestätigt. Daher können wir nur mehr medizinisches Silikon und Hersteller empfehlen, die entsprechende Zertifikate über die Qualität und Unbedenklichkeit des Materials vorweisen. Mehr Infos findest du hier: https://meineregelmeinplanet.wordpress.com/2017/06/21/menstruationstassen-die-sache-mit-dem-silikon/ Bei weiteren Fragen stehen wir dir jederzeit zur Verfügung! (2/2)

Gast: Metulasia
17.05.2017 01:57

Genau hinschauen

Wie bei Allem was man kauft, muss man halt auch bei Menstruationstassen genau hinschauen.
Aber es gibt Spezialisten, wie zum Beispiel der kleine Shop https://www.cuplove.de - dort werden nur korrekt zertifizierte Menstruationstassen angeboten.