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Gesundheit: 9 Dinge, die dir dein Frauenarzt oder deine Frauenärztin gerne verbieten würden

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Frauen erwarten sich von ihrem Gynäkologen und ihrer Gynäkologin - zu Recht - die Einhaltung einiger Regeln: Hygiene, Respekt, Einfühlungsvermögen. Aber Achtung: Frauenärzte haben auch ein paar Regeln für ihre Patientinnen!

Doktor Illustration

GesundheitRed.(Wienerin)

Der perfekte Frauenarzt/die perfekte Frauenärztin hat ein gepflegtes Erscheinungsbild, ist respektvoll und diskret im Umgang mit seinen/ihren Patientinnen und bringt ein ganzes Stück Empathie mit in den Beruf - Tatsachen, die wohl keine Frau bei der Wahl ihres Gynäkologen/ihrer Gynäkologin in Frage stellt. Aber was würden sich FrauenärztInnen von ihren Patientinnen wünschen, wenn sie könnten?

1. Hände weg vom Internet

Wer ständig alles googelt, was nur im entferntesten irgendwie komisch ist, wird nicht glücklich. Und kann sich die nervenaufreibende Suche nach einer Antwort auf außerplanmäßige Blutungen oder Ähnliches ganz einfach mit einem kurzen Check beim Frauenarzt/bei der Frauenärztin sparen. Denn nicht jeder kleine Pickel ist gleich Genital-Herpes.


2. Verschwitzte Trainingssachen gehören in die Wäsche - und zwar sofort!

Jaja, gemütlich sind sie ja, die Gym-Leggings. Schließlich hat es in 90 Prozent der Fälle ziemliche Überwindung gekostet, sie anzuziehen, also kann man doch gleich nach dem Training noch schnell den Einkauf erledigen oder das Essen kochen, oder? Nein, kann man eben nicht. Denn verschwitzte Sportklamotten sollten sofort ausgezogen werden, denn das warme, feuchte Milieu vor allem im Schritt ist eine direkte Einladung an Pilzinfektionen und andere Hautirritationen.
Und: High-Tech-Stoffe, die Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren, sind vor allem für Hosen eine feine Sache, direkt auf der Haut sollte es aber 100 Prozent Natur sein, sprich: Slips aus reiner, atmungsaktiver Baumwolle.


3. Schmerzen beim Sex? Da muss man NICHT durch!

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind nichts, was "eben manchmal so ist" oder was man aushält, weil es "eh gleich vorbei ist". Treten die Schmerzen häufig oder sogar regelmäßig auf, sollten sie unbedingt vom Arzt/von der Ärztin abgeklärt werden, weil sie Symptome für eine Vielzahl von Erkrankungen sein können.

 

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4. Ein Gynäkologe ist kein Orthopäde

Es ist schön, wenn man sich bei seinem Frauenarzt/seiner Frauenärztin so wohlfühlt, dass man ihm oder ihr gerne alles aus seinem Leben erzählen möchte - Vertrauen ist schließlich ein wertvolles Gut in der Arzt-Patient-Beziehung. Nichtsdestotrotz ist die Gynäkologenpraxis der falsche Ort, um auch gleich noch das schmerzende Knie oder das Halsweh zu thematisieren - dafür ist zuallererst immer noch der Hausarzt zuständig.


5. Weg mit dem Smartphone

Ein Arzttermin, ob akut oder zur Kontrolle, ist die Gelegenheit, seinem Gynäkologen/seiner Gynäkologin Fragen zu stellen, Dinge zu besprechen und für die FrauenärztInnen auf der anderen Seite, Informationen weiterzugeben. Schnelle SMS oder WhatsApp-Nachrichten zu tippen ist also nicht nur unhöflich, sondern geht letztlich auf Kosten der eigenen Gesundheit.


6. Pilzinfektionen selbst behandeln? Bitte nicht!

Gerade Frauen, die oft mit Infektionen zu kämpfen haben, greifen irgendwann zu rezeptfreien Schnell-Kuren aus der Apotheke oder gar zu Hausmitteln á la Jogurt-Tampon - schließlich meint man, die Symptome schon zu kennen und richtig deuten zu können.
Nachvollziehbar, aber der Termin beim Frauenarzt/bei der Frauenärztin ist auch bei der zehnten Infektion ein Muss. Denn Selbstmedikation kann, sofern sie erfolglos bleibt und die Patientin dann doch zum Arzt geht, eine klare Diagnose behindern oder Symptome sogar verschlimmern.

Der Gynäkologe/die Gynäkologin untersucht einen Abstrich unterm Mikroskop und kann so eine punktgenaue Behandlung festlegen.


7. Starke Blutungen sind NICHT normal

Egal, wie alt man ist, egal, ob die Menopause vor der Tür steht: Wer während seiner Regel kürzer als alle zwei Stunden Tampon oder Binde wechseln muss, sollte sicherheitshalber den Arzt aufsuchen. Der kann abklären, ob es hormonelle Gründe (etwa nach einer Geburt) gibt und wie man der starken Blutung entgegen wirken kann - medikamentös oder durch minimal invasive Eingriffe. Denn niemand sollte glauben, damit und vielleicht sogar mit einhergehenden Schmerzen leben zu müssen.

 


8. Notfall-Termine sind für den Notfall da

Jeder Frauenarzt/jede Frauenärztin wird bei akuten Problemen dafür sorgen, ein kurzfristigen Termin zu arrangieren - er verschiebt Termine oder nimmt als Konsequenz längere Wartezeiten für die anderen Patienten in Kauf. Dieser Notfalltermin ist also aus Respektsgründen nicht der Zeitpunkt für das jährliche Gesamt-Check-up, "wenn man schon mal da ist".


9. Die Sache mit den String-Tangas und Slipeinlagen

Wer tatsächlich noch einen guten - medizinischen! - Grund braucht, um die ungemütlichen Dinger endlich aus der Wäschelade zu verbannen: String-Tangas irritieren durch ständiges Ziehen und Zupfen die Haut, Slipeinlagen behindern die natürliche Luftzirkulation und verändern dadurch das Milieu im Schritt - Stichwort Pilzinfektionen.

 

Kommentare

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4 Kommentare
Gast: kopip
24.11.2016 20:52

Gendern

Super gemacht, ein Artikel über einen Berufszweig, den SO viele Frauen ausüben, aber hej, die muss man ja nicht miteinbeziehen. (Das Bild unterstreicht das nochmal wunderbar.)

Gast: APxxx
27.10.2016 19:49

Gendern gut gemacht!

Ihr schreibt so oft über Feminismus und gendert nicht GynäkologIn FrauenärztIn! Auch auf dem Bild der männliche Gyn.

Gast: Pathologen Freundin
17.09.2016 10:41

Nur eine kurze Klarstellung

Die Untersuchung des Vaginalabstrichs ist Aufgabe des Pathologen und nicht des Gynäkologen. Der Abstrich wird dazu in ein pathologisches Labor geschickt und die Auswertung ist im Normalfall eine Woche später fertig.

Antworten Gast: spottkraehe
08.02.2017 16:19

Re: Nur eine kurze Klarstellung

toll,da muss ich sterben um an einen befund zu kommen?aber der pathologe weiss sicher die diagnose.kann ja nichts mehr passieren.