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Lehrerinnenkolumne: Schule auf der Bühne?! Applaus dafür!

von

Als Hauptfigur in einem Musical auf der Bühne stehen. Im Orchester mitspielen. Am Bühnenbild basteln. Wenn Schule über den "normalen" Unterricht hinaus geht, dann gibt sie SchülerInnen wirklich viel fürs Leben mit.

Schule auf der Bühne?! Applaus dafür!

LebenUrsula Neubauer(Wienerin)

Da sitze ich in einer Schulaufführung. Und ganz ehrlich, dieses Wort hat diese Musicalproduktion eigentlich gar nicht verdient. Denn alles ist superprofessionell: das Bühnenbild, die Kostüme, das Orchester, die Choreographie, die DarstellerInnen. Alles gemacht und gestemmt von einem Unterstufenjahrgang eines Gymnasiums. Mit einigen engagierten LehrerInnen.

 

Wie die Profis stehen sie auf dieser großen Bühne vor mehreren hundert Leuten und erzählen uns das Stück. Mit ganz viel Selbstbewusstsein und einer riesengroßen Freude. Sie haben sich richtig reingehaut - alle miteinander. Vor Wochen haben sie zu proben begonnen, die Choreographien geübt, die Texte gelernt. Am Schluss strahlen sie mit den Scheinwerfern, die auf sie gerichtet sind, um die Wette. Liegen einander heulend in den Armen - es ist die letzte Aufführung. Als Überraschung und als Danke für die LehrerInnen haben sie alle gemeinsam noch ein Stück einstudiert.

 

Eine super Art, Selbstbewusstsein zu tanken

 

Und ich freu mich mit ihnen und für sie. Denk mir: Wow, wie toll, dass ihnen das ermöglicht wird. Wie toll, dass sie mit 13 oder 14 auf diese Art Selbstbewusstsein tanken können. Sehen, wie toll es ist, gemeinsam etwas zu schaffen und ein ganzes Musical auf die Bühne zu bringen. Einander den Erfolg und den Applaus zu gönnen. Erkennen, dass es sich auszahlt, sich anzustrengen. Eine neue Beziehung zu einander und zu ihren LehrerInnen zu kriegen. Sich einer Herausforderung zu stellen und daran zu wachsen.

 

Ich bin wirklich beeindruckt - die Chance, die sich diesen SchülerInnen da bietet, ist schon großartig. Daran werden sie sich erinnern. Da nehmen sie ganz viel mit. Und ich ziehe meinen Hut vor dem LehrerInnenteam, das dieses Projekt so nebenbei stemmt. Danke, ihr macht da was ganz Großartiges und nicht Selbstverständliches für nächste Generationen!

 

Hey, Frau Fessa
WIENERIN-Autorin Ursula Neubauer hat selbst mal unterrichtet. Aber nur kurz. Der Lehrberuf war nix für sie. Das Thema Schule begleitet sie aber nach wie vor dank vieler Lehrerinnenfreundinnen. In dieser Kolumne schreibt sie über Erlebnisse zwischen Lehrer- und Nichtlehrermenschen und den ganz normalen Schulwahn(sinn).

Zu allen Beiträgen der "Hey, Frau Fessa"-Kolumnenreihe.

 

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