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#metoo: "Miss America"-Wahlen werden in Zukunft ohne Bikinis auskommen

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"Wir sind kein Schönheitswettbewerb mehr. Wir sind nur noch ein Wettbewerb", sagt die Aufsichtsratschefin.

Jetztred.(Wienerin)

Die "Miss America"-Wahlen stehen bereits seit Jahrzehnten in der Kritik vieler Frauenrechtlerinnen. Die Folgen der #metoo-Debatte führten nun auch bei den OrganisatorInnen des Schönheitsbewerbes zu einem historischen Umdenken. Wie die Aufsichtsratschefin der Miss America-Organisation, Gretchen Carson, in einem Interview mit dem US-Sender ABC bekanntgab, wird es in Zukunft keine Bikini-Präsentationen der Kandidatinnen mehr geben.

 

Carson, die im Laufe der #metoo-Debatte öffentlich über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung in der Branche sprach, ist seit dem Vorjahr Mitglied des Führungsteams der Schönheitswahlen. Das alte Team, rund um Geschäftsführer Sam Haskell und Präsident Josh Randle, hatte nach einem Email-Skandal zurücktreten müssen. Sie hatten sich in mehreren Nachrichten frauenfeindlich über Kandidatinnen geäußert, eine ehemalige Miss wurde darin von Haskell unter anderem als "ein Stück Müll" bezeichnet.

Weniger Bikini, mehr Persönlichkeit 

In Zukunft sollen Bewerberinnen des Schönheitswettbewerbs, den es bereits seit 97 Jahren gibt, nicht mehr auf ihre Körper reduziert werden, sondern in "interaktiven Runden" mehr nach ihrer Persönlichkeit bewertet werden. Auch die Präsentationsrunde, in der die Kandidatinnen in einem Abendkleid vor der Jury posieren, wird ab 2019 abgeschafft. Für Schmunzeln sorgt die Begründung der Aufsichtsratschefin für die beschlossenen Maßnahmen: "Wir sind kein Schönheitswettbewerb mehr. Wir sind nur noch ein Wettbewerb".

Mit den Maßnahmen würde man auf den Wunsch vieler interessierter Frauen reagieren, die zwar mit dem Bewerb liebäugeln würden, aber nicht in "Highheels und Badeanzug posieren" wollten. Stattdessen sollen die Frauen in Zukunft in Kleidung auftreten, in der sie sich wohlfühlen. 

 

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