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Hawara der Woche: Benedict Cumberbatch: "Nehme Rolle nicht an, wenn weibliche Kollegin weniger Geld bekommt"

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Der Brite Benedict Cumberbatch will seine Bekanntheit nutzen, um endlich für Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen in Hollywood zu sorgen. Die WIENERIN zeichnet ihn für dieses Engagement als "Hawara der Woche" aus.

´The Fifth Estate´ Portraits - 2013 Toronto International Film Festival

JetztArnika Zinke(Wienerin)

Ungleiche Bezahlung in Hollywood ist seit Jahren ein großes Problem. Weibliche Schauspielerinnen bekommt oft weniger bezahlt als ihre männlichen Kollegen - und das, obwohl sie oft nicht nur genauso viel arbeiten, sondern sogar bekannter sind. So erhielt "The Crown"-Hauptdarstellerin Claire Foy (sie spielt in der Serie Queen Elizabeth II) weniger als ihr männlicher Kollege Matt Smith, der in der Serie nur als Nebendarsteller verpflichtet war.

Noch krasser war der Unterschied bei dem Hollywood-Streifen "All The Money In The World", bei dem Neben(!)darsteller Mark Wahlberg für zusätzliche Dreharbeiten mit einer Millionengage kompensiert wurde, während Haupt(!)darstellerin Michelle Williams sich mit 1.000 Dollar pro Drehtag begnügte. 

 

Damit muss nun endlich Schluss sein, fordern immer mehr Hollywood-Stars. Bis jetzt waren es vor allem Frauen, die sich zu Wort meldeten und faire Bezahlung forderten - Schritt für Schritt stellen sich aber auch immer mehr Männer auf ihre Seite.

"Wenn sie nicht so viel erhält wie die Männer, mache ich es nicht"

So erklärte Sherlock Holmes-Star Benedict Cumberbatch kürzlich in einem Interview mit "Radio Times" anlässlich seines neuen Films "Avengers: Infinity War": Er werde in Zukunft keine Rollen mehr annehmen, wenn sein weiblicher Co-Star schlechter bezahlt wird als er. 

"Gleicher Lohn und ein Platz am Tisch sind die zentralen Grundsätze des Feminismus. Schaut euch die Quoten an. Fragt euch, wie eure Kollegin bezahlt wird, und sagt: 'Wenn sie nicht so viel erhält wie die Männer, mache ich es nicht'", erklärt Cumberbatch. 

 

Außerdem will sich der Brite in Zukunft mehr dafür einsetzen, Geschichten über Frauen zu erzählen. Er hofft, dass er durch seinen Namen potenzielle UnterstützerInnen solcher Projekte anlocken kann und dadurch progressive Filmideen finanzieren wird. 

In Cannes wird ebenfalls protestiert

Vor wenigen Tage erst hatte sich Schauspiel-Kollegin Cate Blanchett in Cannes für Chancengleichheit in Hollywood stark gemacht. Im Zuge eines Auftritts während den Filmfestspielen in Cannes, appellierte sie: "Die Stufen unserer Industrie müssen für alle zugänglich sein! Los geht's!".

Ihrem Appell schlossen sich 82 Frauen am roten Teppich von Cannes an. Darunter auch Kristen Stewart, die kurz darauf ein weiteres Zeichen für Gleichberechtigung setzte: Mitten am roten Teppich entledigte sie sich ihrer High Heels und übte somit stillen Protest an der viel kritisierten "High Heels-Pflicht" am roten Teppich (die natürlich nur für Frauen gilt).

 

Männer, die wir mögen: In unserer Rubrik "Hawara der Woche" stellen wir regelmäßig Männer vor, die sich für Gleichberechtigung und Frauenrechte einsetzen. Heute: Hollywood-Schauspieler Benedict Cumberbatch, der sich neben eine illustre Runde von Hawarern wie Barack Obama, Ewan McGregor oder Justin Trudeau einreihen darf.

 

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