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Studie: Männer denken, sie sind klüger als gleich kluge Frauen

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Eine neue Studie gibt Einblicke in das Phänomen der männlichen Selbstüberschätzung.

Jetztred.(Wienerin)

"Dafür bin ich nicht gut genug qualifiziert." Ein Satz, der meistens nur von Frauen kommt - denn sie unterschätzen sich und ihre Leistungen ständig. Nicht so bei Männern: sie nehmen gut und gerne auch Jobs an, für die sie wenig bis gar nicht qualifiziert sind. Aber was steckt dahinter?

Genau diese Frage stellte sich eine aktuelle Studie der Arizona State University und kommt zu einem traurigen Ergebnis: bereits junge Studentinnen haben deutlich weniger Selbstbewusstsein als ihre männlichen Mitstudenten. Frauen stuften ihre eigene Intelligenz nämlich im Schnitt niedriger ein als Männer, selbst wenn es zwischen den Befragten objektiv gar keinen Unterschied gibt.

 

Befragt wurden 202 StudienanfängerInnen der Biologie - noch bevor sie irgendwelche Tests geschrieben hatten - dazu, für wie schlau sie sich im Vergleich zu ihren StudienkollegInnen halten. Die Studie, die im Fachjournal "Advances in Physiology Education" veröffentlicht wurde, zeigt dabei deutlich: Frauen schätzen ihre Intelligenz durchwegs niedriger ein. Selbst wenn ihr Notendurchschnitt (berechnet aus Noten an der High School, aber auch an vorherigen Unis) gleich gewesen ist. Dieser Grade Point Average (GPA) ist dabei das Vergleichsmaß. 

 

Männer halten sich für intelligenter, Frauen haben Angst "zu dumm" zu sein

 

Bei Männern und Frauen mit einem GPA von 3,3 zeigte sich: Männer halten sich für schlauer als 66 Prozent der MitstudentInnen aus dem Kurs. Bei Frauen waren es nur 54 Prozent. Befragt wurden die StudentInnen auch, wie sich im Vergleich zu engen MitstudentInnen sehen. Das Ergebnis: Mit 3,2 mal so hoher Wahrscheinlichkeit erklärten Männer, sie hielten sich für intelligenter als ihre MitstudentInnen.

 

Über die Gründe dieses geringen Selbstbewusstseins bei Frauen wird in der Studie nicht spekuliert. Doch es gibt bereits ein Fachwort dafür: das "Impostor"-Phänomen, das bereits in früheren Studien untersucht wurde. Demnach haben Frauen Angst, zu hoch zu stapeln, leugnen daher ihre Kompetenzen und haben größere Angst, Fehler zu machen und für dumm gehalten zu werden. 

 

Dahinter stecken lange tradierte Rollenbilder: schon von klein auf werden Mädchen dazu erzogen, es allen recht machen zu müssen, bescheiden zu sein, dabei aber dennoch hohe Ansprüche zu erfüllen und mehr leisten zu müssen als Männer, denen schon allein aufgrund ihres Geschlechts mehr Kompetenzen zugesprochen werden. Gerade in naturwissenschaftlichen Berufen trauen sich Frauen weniger zu, da ihnen hier die Fähigkeiten abgesprochen werden. 

 

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