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Sexuelle Übergriffe: Harvey Weinstein stellte Spioninnen ein, um Opfer zum Schweigen zu bringen

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Der Fall Harvey Weinstein und seine dutzenden sexuellen Übergriffe bekommen jetzt eine neue, erschreckende Dimension.

JetztRed.(Wienerin)

Der Fall Harvey Weinstein, bei dem dutzende Frauen den Filmproduzenten der sexuellen Belästigung oder Vergewaltigung beschuldigen, bekommt seit einem "New Yorker"-Artikel eine neue, erschreckende Dimension. Dieser neue Bericht zeigt, wie weit Männer wie Weinstein gehen, um sich selbst zu schützen. Und welches manipulative System eigentlich dahintersteckt.

 

Wie das Magazin berichtet, soll Weinstein mit SpionInnen und sogar israelischen Geheimdienstorganisationen zusammengearbeitet haben, um seine Opfer zum Schweigen zu bringen oder einzuschüchtern. Weinstein habe diverse Geheimdienste engagiert, um sicherzustellen, dass die Opfer nicht reden.

 

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Doch dabei gingen sie sehr geschickt vor - also nicht nur mit offensichtlichen Erpressungsgeldern, sondern mit wesentlich manipulativeren Herangehensweisen. Weinstein stellte bewusst weibliche Spioninnen ein, die sich als Frauenrechtsaktivistinnen ausgaben, um mit den Frauen Kontakt aufzunehmen und ihr Vertrauen zu gewinnen, damit sie Details preisgeben, die sie sonst nicht erzählen würden. 

 

 

Der Artikel im "New Yorker" beschreibt die Geschichte einer Spionin der privaten Firma "Black Cube", die im Frühling 2017 Kontakt mit der Schauspielerin Rose McGowan, einem der Opfer Weinsteins, aufnahm, um Informationen über den Vorfall mit Weinstein zu sammeln. Die Frau agierte unter dem falschen Namen Diana Filip und gab sich als Frauenrechtsaktivistin aus London aus. Sie bot McGowan $60.000 an, um bei einer Gala gegen Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz teilzunehmen. 

 

McGowan traf Filip mehrmals und gewann langsam Vertrauen zu ihr. Sie teilte immer mehr persönliche Details mit ihr, wie es ursprünglich Weinsteins Ziel war. McGowan erzählte dem Journalisten, das sie ein immer größeres Gefühl der Paranoia hatte, und sagte, sie wurde ständig angelogen. Filip und ihre KollegInnen haben daneben auch mit JournalistInnen Kontakt aufgenommen, um sie vom Öffentlichmachen der Anschuldigungen abzuhalten. 

 

 

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