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Gossip Girl: Gegen Gossip Girl-Star Ed Westwick wird wegen Vergewaltigung ermittelt

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Vor drei Jahren soll Gossip Girl-Star Ed Westwick eine Schauspielerin vergewaltigt haben. Der Schauspieler bestreitet die Vorwürfe, die Polizei ermittelt.

Gossip Girl Star bestreitet Vergewaltigungsvorwürfe

Jetztred.(Wienerin)

Es ist ein langer, verstörender Text, den die Schauspielerin Kristina Cohen am Montag auf Facebook veröffentlichte. Vor drei Jahren soll der Schauspieler Ed Westwick, bekannt für seine Rolle als Chuck Bass in der Serie Gossip Girl, sie auf seinem Anwesen vergewaltigt haben.

"Ich sagte ihm, dass er aufhören soll, aber er war stark"

Cohen sei mit ihrem damaligen Freund, einem Mann, den sie in ihrem Text nur "den Produzenten" nennt, bei Westwick zu Besuch gewesen sein. Die beiden Männer waren befreundet, Cohen traf ihn an diesem Abend zum ersten Mal. "Ich wollte gehen, als Ed vorschlug, dass 'wir alle ficken sollten'", schreibt sie. Der Produzent habe Westwick aber nicht vor den Kopf stoßen wollen. Cohen habe ihre Müdigkeit vorgeschoben, um aus der "bereits unangenehmen Situation" herauszukommen und Westwick bot ihr sein Gästezimmer für ein Nickerchen an. Der Produzent habe ihr versprochen, noch 20 Minuten zu bleiben, um die Situation zu entschärfen und den Ort dann gemeinsam zu verlassen.

 


"Ich bin also ins Gästezimmer gegangen, um mich hinzulegen und bin eingeschlafen. Plötzlich bin ich aufgewacht, Ed lag auf mir und seine Finger drangen in meinen Körper ein. Ich sagte ihm, dass er aufhören soll, aber er war stark. Ich habe mich mit aller Kraft gewehrt, aber er hat mein Gesicht in seine Hände genommen, hat mich geschüttelt und gesagt, dass er mich ficken will. Ich war wie gelähmt, ich hatte Angst. Ich konnte nicht sprechen. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Er hat mich festgehalten und er hat mich vergewaltigt."

"Ich wollte nicht 'dieses Mädchen' sein"

Die darauffolgenden Tage beschreibt Cohen als "Alptraum". Der Produzent habe ihr die Schuld zugeschoben, ihr gesagt, sie habe "aktiv mitgewirkt". Er drohte ihr mit dem Ende ihrer Schauspielkarriere und meinte, Westwick würde Leute auf sie hetzen und sie zerstören.

"Er sagte mir, ich könnte nicht herumerzählen, dass Ed mich vergewaltigt hat, ich würde nicht 'dieses Mädchen' sein wollen. Und für lange Zeit habe ich ihm geglaubt. Ich wollte nicht 'dieses Mädchen' sein. Aber jetzt wird mir klar, dass diese mächtigen Männer sich Frauen als Opfer aussuchen, und dass diese Taktik so häufig in unserer Industrie, und in vielen anderen, vorkommt. Es macht mich krank, dass Männer wie Ed von der Öffentlichkeit so respektiert werden. [...] Wo soll das hinführen? Männer wie Ed nutzen ihren Ruhm und ihre Macht, um zu vergewaltigen und einzuschüchtern und gleichzeitig werden sie von der Welt verehrt."

Die öffentlich geführten Debatten um sexuelle Belästigung und Gewalt, die Frauen und Männer, die ihre Geschichten in den letzten Wochen geteilt haben, hätten Cohen zur Veröffentlichung ihrer eigenen Erfahrungen bewegt. Leicht sei das trotzdem nicht. "Ich habe immer noch Schuldgefühle", schreibt sie. "Unbegründete Sorgen, dass ich irgendwie selbst Schuld trage. Ich weiß nicht, woher diese Gefühle kommen. Gesellschaftliche Konditionierung, dass alles immer die Schuld der Frau ist? Dass die Unfähigkeit eines Mannes, sich von unseren Körpern fernzuhalten, an uns liegt und nicht an ihm?"

Ed Westwick bestreitet Vergewaltigungsvorwürfe

Westwick hat einen Tag später mit einem Instagram-Posting auf die Anschuldigungen reagiert: "Ich kenne diese Frau nicht", steht in schlichten schwarzen Buchstaben auf weißem Hintergrund. "Ich habe keiner Frau jemals sexuelle Gewalt angetan. Ich habe ganz bestimmt nie jemanden vergewaltigt."

Wie The Hollywood Reporter berichtet, hat Cohen nur Stunden nach Westwicks Posting bei der Polizei von Los Angeles Anzeige erstattet. Die Beamten ermitteln. Ein enger Freund und die Schwester der Schauspielerin haben Cohens Geschichte bestätigt. Sie habe ihnen vor drei Jahren, kurz nach den angeblichen Vorfällen, davon berichtet.

 

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