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Der Fall Weinstein: "Ihr braucht keine Tochter, um gegen sexuelle Übergriffe zu sein"

von

"Als Vater von 25 Töchtern fange ich langsam damit an, zu bemerken, dass Frauen Menschen sind."

Matt Damon

JetztRed.(Wienerin)

Während immer mehr ekelhafte Details und Opfer sexueller Belästigung des Filmproduzenten Harvey Weinstein ans Licht kommen, werfen sich auch immer mehr Menschen in den Ring, um ein Statement gegen Gewalt gegen Frauen zu setzen. Doch nicht alle sind zufrieden damit, mit welchen Argumenten es manche tun. Denn: Einige holen sich ihre Töchter als Argument her, um einen Standpunkt gegen sexuelle Belästigung zu setzen. 

Einer davon ist Matt Damon, der zuvor von einer Journalistin beschuldigt worden war, eine Story über Harvey Weinstein und seine Übergriffe vertuscht zu haben. Nach heftiger Kritik meldete sich der Schauspieler zu Wort und gab zu, die Journalistin Sharon Waxman angerufen zu haben, doch er habe nicht gewusst, dass es in der Geschichte um sexuelle Übergriffe ging. Damon betonte, dass er diese Straftaten nie billigen würde - vor allem weil er selbst vier Töchter hat. 

 

 

"Als Vater von vier Töchtern ist das die Art von sexuellem Übergriff, der mich nachts wach hält. Das ist die große Angst von uns allen. Du hast auch eine Tochter, du weißt es...", sagte er in einem Interview. 

Und das Internet ist nicht sehr begeistert davon. Warum? Weil es offenbar erst Töchter braucht, um sexuelle Gewalt zu verurteilen. Denn viele Männer haben das bereits als Standardspruch parat - wahlweise auch mit dem Argument, sie hätten ja selbst eine Schwester oder Mutter. 

 

 

 

"Frauen existieren auch abseits eurer Blase", kritisiert eine Userin diese schon überholte Phrase. KritikerInnen argumentieren damit, dass man Gewalt gegen Frauen immer ernst nehmen sollte - unabhängig davon, ob man eine Tochter/Frau/Schwester hat. "Warum nicht: Als Vater eines Sohnes, werde ich ihm beibringen kein Idiot zu sein und Frauen zu respektieren", kommentiert ein anderer. 

 

 

Denn: Man muss keine Tochter haben, um zu realisieren, dass alle Frauen etwas Besseres verdient haben. 

 

 

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