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Michigan: Dieser Mann bekommt Vaterrechte, obwohl er der Vergewaltiger ist

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Er hat vor acht Jahren eine Zwölfjährige vergewaltigt. Heute darf er laut einem Gericht seine Vaterrechte geltend machen.

Mann bekommt Vaterrechte, obwohl er der Vergewaltiger ist

JetztRed.(Wienerin)

Ein Fall aus den USA macht derzeit weltweit sprachlos: Ein Mann aus dem US-Bundesstaat Michigan hat vor acht Jahren eine Zwölfjährige vergewaltigt und dabei ein Kind gezeugt. Ein Gericht gestand dem 27-Jährigen dennoch das gemeinsame Sorgerecht für den Buben zu, wie die BBC berichtet.

Der Richter hat Christopher M. sogar die Adresse der inzwischen 21-jährigen Mutter verraten, die derzeit in Florida lebt. Auf Anweisung des Gerichts sollte sie aber zurück nach Michigan ziehen, wo der Vater lebt, wie die Anwältin der Mutter, Rebecca Kiessling, mitteilte. 

Außerdem soll der Name des Vaters in der Geburtsurkunde des Kindes festgehalten werden, was die Mutter natürlich nicht will. Dem Bericht zufolge hat Christopher M. sie im Jahr 2008 mit ihrer damals 13-jährigen Schwester und zwei FreundInnen getroffen - er war 18 Jahre alt. Er hielt die Mädchen tagelang bei sich gefangen und vergewaltigte sie. Die Zwölfjährige wurde schwanger, der Täter nach einem Monat festgenommen. 

Doch seine Strafe war sehr gering: Er kam nach rund sechs Monaten frei, damit er sich um seine kranke Mutter kümmern konnte. 2010 vergewaltigte er erneut eine Teenagerin und saß danach für zwei Jahre im Gefängnis.

Laut BBC-Bericht ist der Mann registrierter Sexualstraftäter und darf Minderjährige nur im Beisein eines "verantwortungsvollen Erwachsenen" treffen. 

Das Sorgerechtsurteil schockiert angesichts dieser schrecklichen Hintergrundgeschichte umso mehr. Die Anwältin der Mutter werde sich dagegen wehren, denn es verstoße gegen den Rape Survivor Child Custody Act, der Missbrauchsopfer schützt und RichterInnen ermöglicht, Vergewaltigern ihre Rechte als Eltern zu verwehren.

Inzwischen hat der Richter jedoch sein ursprüngliches Urteil blockiert, nachdem er über die Hintergründe erfahren hat, wie USA Today berichtet. Das Problem sei ein Standardformular gewesen, so Kiessling. So habe die Mutter beim Ausfüllen eines Formulars für Sozialhife den Namen und die Adresse des Vaters angeben müssen - und zugestimmt, dass er das Sorgerecht beantragen könne. 

 

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