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Sexuelle Belästigung: Meryl Streep spricht sich öffentlich gegen Harvey Weinstein aus

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Der einflussreiche Filmproduzent Harvey Weinstein soll über Jahrzehnte hinweg Frauen sexuell belästigt haben.

JetztRed.(Wienerin)

Er ist einer der berühmtesten Filmproduzenten Hollywoods - und einer, der jahrzehntelang Frauen sexuell belästigt haben soll: Harvey Weinstein ("Shakespeare in Love", "Pulp Fiction", "The King's Speech"). Seine Straftaten soll er mit Schweigegeld vertuscht haben. 

Aus einem Dokument, aus dem die New York Times zitierte, geht hervor, dass Weinstein sich jahrzehntelang immer wieder anzüglich gegenüber Frauen geäußert und einige von ihnen sexuell belästigt haben soll. Unter den sieben Frauen, die er belästigt haben soll und die damit an die Öffentlichkeit gingen, ist auch Schauspielerin Ashley Judd. Er habe sie vor 20 Jahren in sein Hotelzimmer gebeten, dabei hatte er nur einen Bademantel an und fragte sie, ob er sie massieren könne oder sie ihm beim Duschen zusehen will. "Wir Frauen reden schon seit langem untereinander über Harvey, und es wurde höchste Zeit, dass wir auch öffentlich darüber sprechen", sagte Judd der "New York Times".

 

Und der Fall zieht immer weitere Kreise. Weinstein hat sich zwar (halbherzig) entschuldigt und wurde von seinem Studio entlassen, doch das Problem sitzt tiefer, wie jetzt einige Film- und Serien-Stars kritisieren. Schauspielerin und Autorin Lena Dunham sprach sich als eine der ersten dafür aus, den Opfern zu glauben und sich nicht darüber lustig zu machen. 

 

 

Jetzt hat sich auch Hollywood-Größe Meryl Streep in der Huffington Post zum Fall geäußert, und sprach davon, dass der Fall "schändlich", "unverzeihlich" und ein "Missbrauch von Macht" ist. Die Frauen, die sich gegen ihn ausgesprochen haben, seien "Heldinnen". 

 

(c) Getty Images (Kevin Winter) Harvey Weinstein & Rose McGowan

 

Weinsteins Anwältin Lisa Bloom teilte in einer Erklärung mit, ihr Mandant weise "viele der Vorwürfe" zurück. "Er hat Fehler zugegeben, die er gemacht hat", ließ sie mitteilen. "Er liest Bücher und geht zur Therapie. Er ist ein alter Dinosaurier, der neue Wege lernt." Ein anderer Anwalt von Weinstein, Charles Harder, drohte der "New York Times" mit einer Klage. Ihr Bericht sei "voller falscher und diffamierender Feststellungen". 

 

 

Gegenüber der HuffPost hat sich inzwischen auch die TV-Reporterin Lauren Sivan zu Weinstein geäußert und erzählt, er habe sie in einem Restaurant ins Eck gedrängt und vor ihr masturbiert. Schauspielerin Rose McGowan, die von der Zeitung als eines von Weinsteins Opfern genannt wurde, schrieb, sie würde zu dem Fall gerne "die Filmrechte kaufen". Sie sprach sich bereits in der Vergangenheit gegen den Filmproduzenten aus - und kritisiert jetzt unter anderem die mangelnde Solidarität unter Hollywood-SchauspielerInnen, denn Weinsteins Übergriffe seien schon lange ein offenes Geheimnis in der Branche gewesen. 

 

 

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