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Arvida Byström: Schwedisches Model wird mit Hasskommentaren überflutet, weil sie unrasierte Beine hat

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Arvida Byström wird online mit Hasspostings bombardiert, weil sie in einer "Adidas"-Werbung mit unrasierten Beinen zu sehen ist.

JetztRed.(Wienerin)

Das schwedische Model Arvida Byström berichtet, dass sie eine Flut an Hasskommentaren und Vergewaltigungsdrohungen bekommt, seitdem sie in einer "Adidas"-Werbung mit unrasierten Beinen zu sehen war. 

Das Model, das auch als Fotografin und Künstlerin arbeitet, promotet in der Werbung die "Adidas"-Superstar Sneakers und hat sich bereits in der Vergangenheit zum Thema Schönheitsideale geäußert: dass sich Frauen rasieren müssen, empfindet sie als Unsinn. Und seitdem sie in der Werbung mit ihren natürlichen Beinhaaren zu sehen war, wird sie mit Hasspostings bombardiert. 

 

Auf Instagram schrieb sie Ende September: "Das Einzige, was nicht in die konformen Ideale passt, ist dass ich ein bisschen Beinbehaarung habe. Ich habe tatsächlich Vergewaltigungsdrohungen in mein Postfach bekommen. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es ist, nicht diese Privilegien zu haben und in dieser Welt zu existieren." Damit meint sie, dass sie als weiße schlanke Frau ohnehin schon weniger Kritik ausgesetzt ist. 

 

 

Unter dem YouTube-Spot finden sich viele beleidigende Postings. Eines davon: "Ist es das, was aus Frauen geworden ist? Nein danke." Ein anderer schreibt: "Hör auch damit auf, dir die Zähne zu putzen oder deinen Hintern abzuwischen, du verdammter Feminazi." 

 

Doch Byström erhielt zum Glück auch jede Menge unterstützende Kommentare und Solidaritätsbekundungen. "Das ist eine Frau. Das ist ihr Körper. Sie hat Haare auf ihren Beinen. STELLT EUCH VOR: Die hat jede einzelne Frau auf diesem Planeten", schreibt eine Userin. 

 

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Bytröm ist bekannt dafür, dass sie sich immer wieder gegen absurde Schönheitsideale, die an Frauen gerichtet werden, wehrt. Sie posiert regelmäßig mit ihrer natürlichen Körperbehaarung oder zeigt offen ihre Cellulite. In ihrem Buch "Pics or It Didn't Happen" beschäftigen sich Byström und ihre Kollegin Molly Soda etwa mit der scheinheiligen Instagram-Welt und decken auf, welche Bilder der Social-Media-Plattform zufolge nicht den "Community-Standards" entsprechen und deswegen gelöscht wurden.  

 

 

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