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Body-Shaming: Diese Lehrerin meint, ihre Schülerin sei zu "vollbusig" und "Plus-Size" für ihr Outfit

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Dresscodes, die weibliche Körper verurteilen und verhüllen wollen, sind Alltag für viele Schülerinnen. Diese Lehrerin glaubt zusätzlich, entscheiden zu können, welche Kleidung für welche Figur angemessen sei. Die Mutter einer Schülerin reagiert großartig.

Lehrerin bezeichnet Schülerin als &quot;vollbusig&quot; und &quot;Plus-Size&quot;

Jetztred.(Wienerin)

Dresscodes an US-amerikanischen Schulen strotzen nur so vor frauenkörperfeindlichen Absurditäten. In Österreich, wo sich Kleiderordnungen an Bildungseinrichtungen meistens auf "Tu das Kapperl runter!" beschränken, lässt sich kaum nachvollziehen, wie willkürlich und vorführend der Vollzug der Kleiderordnungen oft ist. Das Beispiel dieser Schülerin aus dem Bundesstaat Missouri illustriert den Alltag amerikanischer Mädchen.

 

Body Positivity: Sexy mit Dehnungsstreifen

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Das Mädchen erschien in einem ganz normalen Outfit im Unterricht: Skinny Jeans, ein langärmeliges Oberteil, Ankleboots. Keine sichtbaren Schenkel, keine nackten Schultern, kein tiefer Ausschnitt - nichts, das als unpassend empfunden werden könnte.

 

Facebook / Melissa Barber Lehrerin bezeichnet Schülerin als "vollbusig" und "Plus-Size"

 

Ihre Lehrerin aber forderte die Schülerin auf, in die Direktion zu gehen. Auf Nachfrage des Mädchens, was denn an ihrer Kleidung nicht passen würde, erklärte die sie: "Vollbusige Frauen müssen Kleidung tragen, die das Dekolletee verbirgt," und offenbarte noch eine kleine Perle der Weisheit: "Plus-Size Frauen müssen sich angemessen kleiden." Das Mädchen musste den Unterricht verlassen, und in der Direktion auf ihre Mutter warten, für ein gemeinsames Gespräch über ihren Körper.

 

Und diese Mutter ist der wunderbare Lichtblick in der Geschichte. Empört verteidigt sie die Rechte ihrer Tochter und macht ihrem Ärger über die unprofessionelle Lehrerin und den uneinsichtigen Direktor in einem Facebookposting Luft:

 

 

"Ich habe [dem Direktor] erklärt, dass meine Tochter gerade vor ihrer ganzen Klasse von ihrer Lehrerin sexualisiert wurde. Dass sie verlegen ist und schockiert. Er hat [die Lehrerin] weiterhin verteidigt und sich geweigert, meine Tochter in eine andere Klasse zu verlegen. Ich war kurz davor, die Beherrschung zu verlieren. Also habe ich meine Tochter an der Hand genommen und wir sind gegangen."

Sie fasst die Auswirkungen des Vorfalls zusammen und macht auf einen wichtigen Punkt aufmerksam:

"Ich weigere mich, meine Tochter in eine Situation zu bringen, in der ihr Selbstwertgefühl total zerstört wird. Sie ist hier um zu lernen. Sie hat den Unterricht verpasst, während wir zusammengesessen und über ihre Brüste diskutiert haben. Wie oft passiert euren Söhnen sowas? Es kommt mir wie eine weiterer Versuch vor, Mädchen in ihrer Bildung einzuschränken."

 

Ihr Posting findet großen Zuspruch, die Kommentare sind durchwegs positiv. Die User verurteilen den Doppelstandard in Kleiderordnungen und finden das Outfit der Schülerin "angemessen" und "süß". Die Schule hat schlussendlich eingeräumt, dass die Lehrerin unangemessen reagiert einen Fehler gemacht habe. Vielleicht sollten sie sich zusätzlich ein Vorbild an dieser Schule nehmen, wo man mit den SchülerInnen zusammenarbeitet statt sie wegen ihrer Körper zu verteufeln.

 

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