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Viral: Mann sucht via Facebook nach neuen Eltern für Downsyndrom-Baby

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Nachdem seine Eltern das Kind kurz nach der Geburt und der Diagnose Trisomie 21 zur Adoption freigegeben haben, versuchte ein Deutscher, über Facebook zu helfen - und hatte Erfolg.

Facebook-Aufruf für Adoptiveltern für Kind mit Downsyndrom

Jetztred(Wienerin)

Der kleine Junge mit Downsyndrom kam vor wenigen Tagen in Hamburg zur Welt. Seine Eltern haben sich entschieden, ihn zur Adoption freizugeben. Raphael Brinkert, selbst Vater eines Kinds mit Trisomie 21, versuchte, über einen Aufruf auf Facebook zu helfen und Adoptiveltern für das Neugeborene zu finden. In seinem Posting schrieb er: "Wir selbst haben einen kerngesunden Jungen mit DS und ehrlich gesagt machen uns seine Schwestern nicht selten mehr zu schaffen als er."

Brinkert erzählte noch mehr vom Leben mit seinem Kind, um Vorurteile abzubauen und das Tabu Downsyndrom aufzubrechen. Denn: Würden nicht bald Adoptiveltern gefunden werden, müsse der Bub in ein Heim für Schwerstbehinderte - mit der Betreuung in einer Familie könne die Einrichtung aber keinesfalls mithalten, schreibt der Deutsche: "Die Konsequenz sei, dass er höchstwahrscheinlich nicht die inklusive Förderung erhalten wird, die ihm ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben, ein inklusives Leben ermöglichen würde."

Aufruf über 5000 Mal geteilt, über 30 interessierte Paare

Der Aufruf verbreitete sich rasend schnell und wurde innerhalb weniger Stunden über 5000 Mal geteilt. Über 30 interessierte Pare haben sich bei der Adoptionsvermittlungsstelle in Hamburg gemeldet und möchten das Baby adoptieren.

Die Rückmeldungen auf den Facebook-Aufruf waren aber nicht nur positiv: Die Fragen, ob das soziale Netzwerk der richtige Ort für einen solchen Aufruf sei, wurde ebenso geäußert wie Kritik an den biologischen Eltern, die das Baby offensichtlich auf Grund der Diagnose zur Adoption freigegeben hatten. Wiederum andere kritisieren den Aufruf an sich, ein Baby sei schließlich keine Ware.

Gegenüber der deutschen Welt zeigte sich Brinkert darüber hinaus nicht von der Kritik überrascht: "Das Thema als solches ist in Deutschland leider weitestgehend ein Tabuthema."

Down-Syndrom immer noch Tabuthema

Auf Grund der großen Resonanz hat der Deutsche, der sich auch im Verein Kids Hamburg e.V., einem Kontakt- und Informationszentrum für Down-Syndrom, den Originalbeitrag mittlerweile auf den Status "privat" geändert und sich in einem weiteren, öffentlichen Beitrag noch einmal zum Thema geäußert:

 

 

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