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#WithoutHermione: Dieser Brief aus Hogwarts wäre wohl die traurige Realität

von

Kannst du dir Harry Potter ohne Hermine Granger vorstellen?

Dieser Brief aus Hogwarts wäre wohl die traurige Realität

Jetztred.(Wienerin)

Ganz ehrlich: Ohne Hermine Granger wären Harry Potter, Ron Weasley und die gesamte Zaubererschaft in J.K. Rowlings Romanreihe aufgeschmissen gewesen. Ihr wisst das, wir wissen das und das Internet weiß es auch. Unter dem Hashtag #WithoutHermione diskutierten Fans Anfang September, wie die Geschichte ohne weibliche Beteiligung gelaufen wäre:

"Ohne Hermine wären Harry und Ron getötet worden... oder schlimmer: Von der Schule geworfen."

"Es waren einmal zwei Buben namens Harry und Ron. Ohne freche Freundin, die ihre Ärsche rettet, sind sie gestorben. Ende."

"[...] Ohne Hermine gäbe es kein '19 Jahre später'. Lehrt Mädchen etwas - sie retten Welten."
 

Die Diskussion hat einen ernsten Hintergrund

 
Den Anstoß zur düsteren Diskussion lieferte der Start einer gemeinsamen Kampagne der Wohltätigkeitsorganisationen The Harry Potter Alliance und She's The First. Am 1. September, pünktlich zum Schulbeginn in Rowlings fiktiver Zauberschule, veröffentlichen sie einen fiktiven, abgeänderten Brief aus Hogwarts - adressiert an Hermine oder andere potentielle Schülerinnen.
 
 
"...wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie auf der Warteliste der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei sind. Leider ist es uns derzeit nicht möglich, Ihnen zu erlauben, Hogwarts zu besuchen, " steht im bekannten Jargon des Harry-Potter-Universums - mit dem Unterschied, dass die Bewerberin nicht an der Schule aufgenommen wird.
 
 
@TheHPAlliance #WithoutHermione
 
Die Absage habe nichts mit den Fähigkeiten der Bewerberin zu tun - sondern mit ihrem Geschlecht: "Überall auf der Welt ist es tausenden Mädchen nicht erlaubt, eine Schule zu besuchen oder ihre Ausbildung abzuschließen - wegen Diskriminierung, Tradition, Armut oder Gewalt..."
 
 
 
Mit der Verbreitung des Hogwartsbriefes möchte die Kampagne auf die unfairen Bedingungen für Mädchen und Frauen aufmerksam machen. Auf der Website der Kampagne schreiben die AktivistInnen: "Hogwarts funktioniert nicht ohne Hexen. Harrys Geschichte scheitert ohne Heldinnen. Und trotzdem werden Mädchen und Frauen überall auf der Welt von Klassenräumen ferngehalten und bekommen keine Chance zu führen." Trotz aller Fortschritte und Programme der letzten beiden Jahrzehnte haben immer noch viel weniger Mädchen als Jungen Zugang zu Bildungsmöglichkeiten, wie die UNESCO 2016 in einem Bericht feststellte. Die UN Women kann sich eine Welt ohne Hermine jedenfalls auch nicht vorstellen: 
 
 
"Wir können uns ein Leben ohne Hermine auch nicht vorstellen. Dieser Brief aus Hogwarts spricht Bände über Geschlechterungleichheit."
 
 
 

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