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Body-Shaming: Eine Schuldirektorin will, dass nur Schülerinnen mit Größe 32 Leggings tragen

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In einer US-amerikanischen Schule begründet die Direktorin den Dresscode mit Fat-Shaming.

Schuldirektorin sagt: Nur Schülerinnen in Size Zero dürfen Leggings tragen

Jetztred.(Wienerin)

Dresscodes an Schulen, vor allen amerikanischen, sind meistens darauf ausgelegt, den weiblichen Körper zu dämonisieren. Schultern, Schlüsselbeine, Dekolleté und sowieso alles über dem Knie sind meist verbotene Zone, zu eng anliegen darf auch nichts. Kurz: Bitte den Körper nicht herzeigen, danke! Heather Taylor, Direktorin der Stratford High School in Südkalifornien, hat jetzt noch eine ordentliche Portion Fat-Shaming draufgegeben. In einer Konferenz zum Thema Kleiderordnung an ihrer Schule sagt sie:

 

"[Leggings] sind dazu da, sie unter einem langen Shirt zu tragen, einem langen Pulli oder auch einem Kleid, das deinen Hintern bedeckt. [Leggings] sind keine richtigen Hosen, und wenn du ein Shirt trägst, das zu kurz ist, zeigst du alles. Ja, alles. Das Traurige an der Sache ist, Ladys - wenn euch das noch niemand gesagt hat, sage ich es euch jetzt - sofern du nicht Größe 32 oder 34 trägst, und so etwas anziehst, siehst du - auch wenn du nicht fett bist - fett aus."

 

SchülerInnen haben die Rede der Schuldirektorin aufgenommen, der lokale Fernsehsender WCBD-TV hat die Aufnahme veröffentlicht:

 

 

 

Eine Schülerin sagte dem Fernsehsender: "Es hat mich echt verletzt. Ich habe das Gefühl, dass andere Leute meine Figur in meinen Kleidern ekelhaft finden. Ich trage Leggings in meiner Freizeit und wenn ich mit meinen Freunden was unternehme, und jetzt zu hören, dass jemand denken könnte, ich sehe aus wie eine Knackwurst - das hat weh getan."

 

Schuldirektorin entschuldigt sich für Size-Zero-Sager

 

Die Direktorin sieht sich - zu Recht - großer Kritik ausgesetzt. SchülerInnen und Eltern sind empört. Taylor hat sich bei den SchülerInnen entschuldigt. Gegenüber ABC News 4 sagte sie: "Gestern und heute habe ich mich mit jeder Klasse der Straford High School getroffen. Ich habe ihnen von Herzen mitgeteilt, dass es nicht meine Absicht war, jemanden in irgendeiner Weise zu verletzen oder zu beleidigen. Ich versicherte Ihnen, dass ich ihr größter Fan sei und ihn ihren Erfolg investiert habe. Nachdem ich mit den Schülern gesprochen und ihre Unterstützung bekommen habe, bin ich mir sicher, dass wir bereit sind, weiterzumachen und ein wundervolles Jahr zu haben."

 

Ob das reicht? Eine Mutter sagte Scary Mommy: "Ist [die Entschuldigung] genug? Ich weiß es nicht. Alle Eltern müssen wissen, was diese Frau, die eine Erziehungsbeauftragte ist und ein Vorbild für diese Kinder sein sollte, von sich gibt. Jetzt gerade bin ich eine sehr wütende Mutter mit einer sehr wütenden Tochter." Sie ist jedenfalls mit der zuständigen Schulinspektorin in Kontakt.

 

via GIPHY

 

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