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Tattoos am Arbeitsplatz: Diese Krankenschwester ist tätowiert - so verteidigt sie ihr Sohn

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Es gibt immer noch Berufe, in denen sichtbare Tätowierungen nicht erlaubt sind. Macht das Sinn? Der Sohn einer amerikanischen Krankenschwester versteht die Aufregung um die Tätowierungen seiner Mutter überhaupt nicht.

Dieser Sohn lobt die Leistungen seiner tätowierten Krankenschwester

Jetztred.(Wienerin)

Wie die Oma vor dem Besuch im Tattoo-Studio nicht müde wird zu erwähnen: Mit Tätowierungen kann man es im Job schon schwer haben. In manchen Berufen müssen Mitarbeiter ihre Tätowierungen vor den Blicken der Kunden und Kollegen verbergen.

 

Bei voll tätowierten Unterarmen und einem aufreibenden Job kann das schon mal zum Problem werden - wie für Jordan Millers Mutter, einer US-amerikanischen Krankenpflegerin mit jeder Menge Tattoos. Jordan selbst versteht das Drama um die Tätowierungen seiner Mama nicht und teilt sein Unverständnis auf Facebook:

 

 

 

"Ich habe heute Abend mit meiner Mutter gesprochen (die eine diplomierte Krankenschwester ist) und sie hat mir erzählt, wie streng Krankenhäuser sind, wenn es um die Tätowierungen ihrer Mitarbeiter geht. Ich muss sagen, ich bin ziemlich verwirrt."

 

Miller listet einige der Leistungen seiner Mutter auf, die nach einer wahnsinnig engagierte Krankenschwester klingt.

 

"Ich habe gesehen, wie meine Mutter eine Frau aus ihrem Auto gezogen hat, bevor es sich mit Rauch gefüllt und die Frau erstickt wäre."

Ich habe gesehen, wie sie eine verletzte Person am Straßenrand nach einem Autounfall genäht hat.

 Ich habe gesehen, wie sie nach einer 12-Stunden-Schicht mit einem schwierigen Patienten heimgekommen ist und am nächsten Tag aufgestanden und wieder hingegangen ist.

Sie ist heimgekommen, nachdem sie ein Baby in den Händen hielt und seinen letzten Atemzug erlebt hat.

Sie hat einem Drogenabhängigen das Leben gerettet, nach dem er eine Überdosis im Krankenhaus genommen hatte."

 

"Tätowierungen definieren nicht die Person"

 

Er macht klar, dass das äußere Erscheinungsbild seiner Mutter und ihre Leistungen im Job in keinem Zusammenhang stehen. 

"Tättowierungen definieren nicht die Person. Meine Mutter hat mehr Tattoos als ich zählen kann und es hat niemals ihre Arbeitsmoral beeinflusst. Sie wacht jeden Tag auf und rettet ein Leben."

 

Das Posting wurde mehr als 180.000 Mal geliket und mehr als 115.000 mal geteilt. In den Kommentaren gibt es vornehmlich Zuspruch:

 

 

"Die Gesellschaft konzentriert sich auf die falschen Qualitäten. Die Haut ist ein Organ. sie hat eine Schutzfunktion. So einfach ist das. Was die Unternehmer und die Gesellschaft interessieren sollte, ist nicht, wie wir unseren Schutzmantel schmücken, sondern wie wir unsere Seelen schmücken."

 

 

"Tätowierungen sind Kunst. Solange sie niemanden beleidigen, wen interessiert es, was auf ihrer Haut ist? Es ist das Innere, das wirklich zählt."

 

"Ja, sie sollten sich um andere Dinge kümmern. Deine Mutter klingt wie ein Engel."

 

Das Internet sieht die Sache mit den tätowierten Pflegekräften mittlerweile ganz locker, Unternehmen dürfen rein rechtlich aber in Grenzen vorschreiben, ob sichtbare Tattoos am Arbeitsplatz erlaubt sind.

 

Auch in Österreich darf der Arbeitgeber Ge- und Verbote zum äußeren Erscheinungsbild erteilen, muss dafür aber gute Gründe haben. Im Einzelfall ist das von der Jobfunktion, dem Unternehmensgegenstand und den allgemeinen Erwartungen der Kundschaft abhängig.

 

Video: #egalgewicht - Body-Positivity im Gänsehäufel

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