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Abtreibungspolitik: Politikerin fragt Männer, ob sie ihrer Bürgerrechte aufgeben würden – so wie Frauen beim Thema Abtreibung

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In den USA überlegt die Demokratische Partei, auch Kandidaten finanziell zu unterstützen, die sich klar als Abtreibungsgegner definieren. Warum müssen sich immer Frauen dem Wohle der Sache opfern?

Die Demokratische Partei in den USA will im Wahlkampf auch Pro Life Kandidaten unterstützen.

Jetztred.(Wienerin)

Das Recht auf Abtreibung wird in den Vereinigten Staaten immer wieder heiß diskutiert, eingeschränkt und angezweifelt. Auch in der demokratischen Partei finden sich Abtreibungsgegner, obwohl die allgemeine Position der Partei Pro Choice ist.

Erst am Montag verkündete ein Vertreter des Democratic Congressional Campaign Comittee (DCCC), das für die Wahlkampffinanzierung zuständig ist, auf der politischen Website The Hilldass demokratische Pro-Life Kandidaten in den bevorstehenden Midterm-Elections von der Partei genauso finanziell unterstützt werden würden, sofern sie gute Chancen auf einen Sieg in ihrem Wahlkreis haben. Für viele demokratische Frauen ist das ein Schlag ins Gesicht.

 

 


Eine davon ist Brianna Wu. Die Computerprogrammiererin, Spieleentwicklerin und Aktivistin kandidiert als Demokratin für den US-amerikanischen Kongress. Politisch positioniert sie sich als klare Gegnerin der Altright-Bewegung und wünscht sich eine mutigere, demokratische Partei. Am Montag stellte Wu auf Twitter die Gretchenfrage.

 

 

 

„Liberale Männer, die glauben, Frauen müssten beim Abtreibungsrecht einen Kompromiss eingehen: Könnt ihr ein Bürgerrecht nennen, über das ihr nochmal verhandeln würdet?“

 

 

 

Und weiter: „Würden liberale Männer einen Deal akzeptieren, in dem festgelegt wird, dass republikanischen Regierungsvertreter über ihren Zugang zur medizinischen Versorgung entscheiden können – zum Wohle der Partei?“

 

 

 

Sie fasst zusammen: „Die Antwort ist: ES WÄRE INAKZEPTABEL Männer zu bitten, die Kontrolle über ihre Körper abzugeben. Es ist genauso inakzeptabel, uns darum zu bitten.“

 

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"Liberale Männer, die Abtreibungsrechte auf's Spiel setzen, sind nicht liberal" 


Und sie trifft einen Nerv. Ihre Tweets haben über 30.000 Likes und sind mehr als 10.000 geteilt worden. Unzählige Twitternutzer stimmen ihr zu, unabhängig von ihrem Geschlecht.

 

 

 

"Ich stimme dir komplett zu. So wie ich das sehe, sind liberale oder progressive Männer, die das Recht auf Selbstbestimmung in der Fortpflanzung nicht unterstützen, keine richtigen Liberalen oder Progressiven."

 

 

 

"Ich will mir nicht mal irgendein Bürgerrecht rauskramen, auf das ich vielleicht verzichten könnte. Außerdem glaube ich nicht, dass ich das Recht auf eine Stimme in der Abtreibungsdebatte habe. Bevor ich nicht 9 Monate lang ein Baby austrage, ist meine Meinung ist sinnlos."

 

 

 

"Ich hoffe, es wurde bereits gesagt, dass "liberale Männer", die glauben, Frauen sollten in der Abtreibungspolitik irgendwelche Kompromisse eingehen, keine echten Liberalen sind."

 

 

 

"Ich bin nicht überrascht. Frauen sind die ersten, die den Wölfen zum Fraß vorgeworfen werden für 'Einigkeit' in der Partei und 'Fortschritt'."

 

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