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Totgeburt: Vergewaltigte Frau nach Totgeburt zu 30 Jahren Haft verurteilt

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Die 19-jährige Evelyn Hernandez wurde nach einer Vergewaltigung schwanger, das Kind kam tot zur Welt. Deshalb wurde die junge Frau jetzt zu 30 Jahren Haft verurteilt.

30 Jahre Haft für Vergewaltigungsopfer wegen Totgeburt

Jetztred(Wienerin)

Im Jahr 2015 wurde die damals 17-jährige Evelyn Hernandez aus El Salvador vergewaltigt. Aus Scham und Angst wegen Drohungen an ihre Familie verschwieg Evelyn den Vorfall. Dass sie schwanger geworden war, bemerkte Evenlyn nicht, bis sie im April 2016 unter starken Schmerzen eine stille Geburt durchleben musste - in ihrem Badezimmer.

Das Gericht in der Stadt Cojutepeque behandelt die Totgeburt wie Mord und hat Evelyn Hernandez zu 30 Jahren Haft verurteilt. Die Argumentation: Hernandez habe nicht ausreichend für ihr ungeborenes Kind gesorgt, die Totgeburt käme einer Abtreibung gleich. Diese wiederum wird in dem mittelamerikanischen Land mit Mord gleichgesetzt und mit derart langen Freiheitsstrafen geahndet.

 

 

Abtreibung gilt in El Salvador als Mord

El Salvador ist eines der am konservativsten eingestellten Länder, was Reproduktionsrechte von Frauen betrifft. Abtreibungen etwa sind unter allen Umständen illegal, sämtliche Versuche, die Praxis zu entkriminalisieren, sind bisher gescheitert.

Die Menschenrechtsorganisation "Acdatee" will das Urteil gegen Evelyn Hernandez nun anfechten, wie deren Sprecherin Monrena Herrera erklärte.

 

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