< Zur Mobilversion wechseln >

Periode: Hyundai hat angeblich ein Model gefeuert, weil sie ihre Periode hatte

von

Ein junges Model hat Beschwerde eingereicht, weil sie angeblich wegen ihrer Periode entlassen worden war.

Model wird wegen ihrer Periode gekündigt

JetztRed.(Wienerin)

Rachel Rickert ist Model. Für die New York International Auto Show ist sie im April als Brand Ambassador für Hyundai gebucht worden. Während ihrer Periode, aber was macht das schon? Immerhin haben viele Frauen keine Probleme während ihrer Menstruation und können ganz normal ihre Aufgaben erledigen. Wenn man sie lässt.

 

Als es an der Zeit gewesen wäre, ihren Tampon zu wechseln, durfte Rachel die Toiletten nicht aussuchen. Es sei gerade zuviel los, sagte ihre direkte Vorgesetze Erika Seifred. Dann ist – Überraschung! - natürlich passiert, was in solchen Fällen eben passiert und Rachel musste Unterhose und Strumpfhosen auswechseln. Ihrer Chefin hat sie das auch mitgeteilt.

 

 

Meine Periode und ich: Künstlerin fängt ihre Menstruation in Bildern ein

Alle 8 Bilder anzeigen »

 

Ihre Vorgesetzte meinte dann, sie solle sich den Abend freinehmen, das wäre in Hyundais Sinne. Rachel fühlte sich aber wohl genug um zu arbeiten und blieb, auch weil sie pro Stunde bezahlt wurde. Auch am nächsten Tag erschien sie ganz normal zur Arbeit. Am Tag darauf aber rief sie Erika Seifred an und - kündigte sie. Hyundai wolle sie nicht mehr bei der Show haben, weil sie von ihrer Periode erfahren hätten.

 

Model kämpft gegen Perioden-Shaming

 

„Ich war völlig überrumpelt und total verärgert. Ich habe angefangen zu weinen […] Ich habe mir einfach nur gedacht: 'Was? Das ist nicht richtig!'“ sagte die 27jährige der BBC. Sie hat bei der U.S. Equal Employment Opportunity Commission (EEOC), die für Diskriminierungen am Arbeitsplatz zuständig ist, Beschwerde eingereicht.

 

„Ich werde es nicht zulassen, dass Frauen so behandelt werden. Unsere Menstruation ist eine natürliche Sache und ich will keine Sonderbehandlung wegen meiner Periode. Ich möchte nur als Mensch respektiert werden und zur Toilette gehen können. Und nicht als schlechter Mitarbeiter betrachtet werden, weil ich aufs Klo muss.“

 

 

 

Hyundai weist Diskriminierung zurück

Hyundai selbst hat dagegen gerudert und die Behauptungen als unwahr bezeichnet. Allure gegenüber meinte Hyundai, keine EEOC erhalten zu haben. Man werde der Sache aber nachzugehen. In einem später veröffentlichten Statement heißt es:

 

„Wir haben den Vorfall untersucht. Rachel Rickert wurde als Brand Ambassador entlassen, weil sie keine gute Arbeit geleistet hat. Sie wurde von einem Drittanbieter angestellt und hat unser Unternehmen nicht im gewünschten Ausmaß repräsentiert.“ Erika Seifred, besagte Drittanbieterin, stand nicht für ein Kommentar bereit.

 

 

Kommentare

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen