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Body-Positivity: Frauen feiern auf Instagram ihre "Hip Dips" - aber warum eigentlich?

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Der neueste Body-Positive-Trend lässt uns vor allem ratlos zurück: Müssen wir wirklich jedes unserer Körperteile benennen, um es dann zu feiern?

JetztRed.(Wienerin)

Ob Cellulite, Achselfett oder ein kleines oder größeres Bäuchlein: für jedes unserer Körperteile gibt es mittlerweile den passenden Body-Positivity-Hashtag. Wir sollen unsere Bodies "embracen", sie feiern, lieben, wie sie sind und dann am besten noch ein offenbarendes Instagram-Foto dazu stellen.

Das ist ja schön und gut, aber die Frage, die sich stellt, ist: Haben wir uns vor den ganzen #Körperteilen überhaupt so viele Gedanken darüber gemacht, dass sie ein "Problem" (=Abnormalität) darstellen könnten?

Sind "Hip Dips" wirklich ein Ding?

Der neueste Instagram-Trend, der Frauen dazu ermutigen soll, ihre Körper zu lieben, ist wohl das beste Beispiel dafür: stolz präsentieren derzeit hunderte Frauen ihre "Hip Dips" auf der Foto-Plattform. Viele davon fragten sich offenbar ihr Leben lang, was diese Einbuchtung auf der Hüfte zu bedeuten hat - jetzt haben sie endlich einen Namen dafür. 

Dem nicht genug, muss natürlich gleich gesagt werden: dein "Hip Dip", (von dem du bisher vielleicht nicht einmal etwas wusstest) ist vollkommen okay, so wie er ist! Mach dir ja nicht zu viele Gedanken drüber - deshalb poste am besten ein oder drei Fotos mit dem Hashtag #HipDip, damit dieser "Makel" ganz schnell in Vergessenheit gerät. 

‼️ HOLD UP let's talk about hip dips for a minute 🤔🤔 As you can see from this picture and many of my other pictures I have preeeeeetty large 'hip dips'.. This is where my leg/hip area comes in just before my quad starts.. I thought these lil dips were unique to me until I read the gorgeous @sjamesfit this morning all about how they're actually a huge insecurity to loads of women!! I then went on to google hip dips and read all about how they're seen as a bad thing for women and some people even go as far as to have fat injected into them to smooth them out 😱😱😱😱 WELL I sure as hell wasn't about to add another thing onto my insecurity list 😂✋🏼✋🏼✋🏼 If anyone else has these cute ass hip dips then you should rock them.. For 20 years I've picked at areas of my body I hate but not once did I pick up on these! A few years ago I would have read that article and suddenly felt insecure and wanted to change them. Now I don't give a poo what other people think looks good on women or not. I think they're cool. 😎 😂 And yes growing my quads 17483 times bigger has probably made the hip dips even more prominent but quads are cool too. Conclusion: I'm cool. You're cool. Everyone's cool. Bye. Don't forget to watch my latest YouTube video where I unbox my supplement delivery from @womensbest 💕💕 LINK IN MY BIO 💕💕💕💕💕 #fitness #fit #health #healthy #gym #workout #Abs #glutes #fitfam #girlswholift #cardio #fitspo #instafit #gains #girlgains #muscle #strength #motivation #muslce #booty #leanin15 #gymshark #gymsharkwomen #womensbest

Ein Beitrag geteilt von Carys Gray || Cardiff, UK🇬🇧 (@busybee.carys) am

 

Das "Phänomen" ist - wie so viele andere Hashtags auch - einfach die Bezeichnung für ein normales Körperteil. In diesem Fall sitzen die Hüften eben ein bisschen höher. So what? 

Wir fragen uns, ob das "Feiern" dieser Körperteile nicht noch mehr Unsicherheiten produziert, als es verschwinden lässt. Dank des Hashtags wissen wir jetzt nämlich, dass mit unseren Hüften irgendetwas nicht stimmt. Oder nicht so ist, wie es laut Idealbild sein sollte. Und auch die Schönheitsindustrie wird wieder auf einen neuen Makel gebracht, deren Kampf dagegen sie vermarkten und verkaufen kann.

Denn, was bei allem Body-Positivity-Wahn oft vergessen wird: auch wenn wir die Bilder als "normal" und "alle Körper sind schön" verkaufen - sie bleiben doch in unserem Gehirn hängen. Und produzieren dort täglich den Gedanken: mein Bauch/meine Hüften/meine Achseln sind eben nicht normal. Sonst gäbe es ja keinen Body-Positivity-Hashtag dazu. 

Und ja: manche schreiben, dass sie wegen ihrer "Hip Dips" unsicher waren und jetzt endlich dazu stehen können. Das ist schön, und gut so. Aber unserer Meinung nach wird da vielleicht mehr Lärm um Nichts gemacht (und eventuell mehr Schaden angerichtet), als es wirklich nachhaltig etwas bewegen kann.  

 

 

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